- 01.02.2012, 10:31:36
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vida-Kaske: Kampf gegen Arbeitslosigkeit muss oberste Priorität haben
Fachkräftemilliarde einführen, in Zukunftsbereiche investieren
Wien (OTS) - (vida/ÖGB). "Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und
für Beschäftigung muss oberste Priorität haben. In Österreich und
EU-weit", sagt ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender Rudolf
Kaske. Laut den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten waren im
Jänner 2012 inklusive SchulungsteilnehmerInnen 384.298 Menschen in
Österreich als arbeitslos registriert. Das bedeutet gegenüber Jänner
2011 einen Anstieg um 1,5 Prozent. "Die Regierung darf wegen der
nötigen Reduzierung des Budgetdefizits nicht darauf vergessen, in
Zukunftsbereiche zu investieren", sagt Kaske. Auch der Vorschlag der
Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die Betriebe mit einer
"Fachkräftemilliarde" in die Pflicht zu nehmen, wird von Kaske
unterstützt.++++
Als gerechten Ausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden
und jenen, die sich davor drücken, solle die "Fachkräftemilliarde"
rasch umgesetzt werden, verlangt Kaske. Das Modell der ÖGJ sieht vor,
dass die Unternehmen ein Prozent der Bruttolohnsumme in einen
Ausbildungsfonds einzahlen. Dem AMS brächte die Umsetzung des
ÖGJ-Modells eine Ersparnis von 150 Millionen Euro jährlich. "Diese
Summe könnte das Arbeitsmarktservice für den Ausbau der
Qualifizierung von WiedereinsteigerInnen und MigrantInnen verwenden",
schlägt Kaske vor. Bei beiden Gruppen stieg die Arbeitslosigkeit auch
im Jänner besonders stark an.
Handlungsbedarf gibt es zudem bei der alternsgerechten Umgestaltung
der Arbeitswelt. "Viele Arbeitgeber geben älteren Beschäftigten keine
Chance, auch bei der Gesundheitsförderung im Betrieb hapert es", sagt
Kaske. Sollten sich die Betriebe hier nicht rasch lernfähig zeigen,
müsse man Sanktionen für jene, die zu wenig ältere ArbeitnehmerInnen
beschäftigen, einführen.
Weitsicht müsse die Regierung bei der Budgetkonsolidierung zeigen, so
Kaske. "Wir brauchen zugleich eine Wirtschaftspolitik, die die
Beschäftigung ankurbelt und in sinnvolle Bereiche, investiert. Der
Ausbau von Pflege und Betreuung, Investitionen in die Bildung, in den
öffentlichen Verkehr und in den Umweltschutz sind nötig und bringen
allen was", so Kaske abschließend.
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
[email protected]
www.vida.at
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