OTS0219   31. Jan. 2012, 14:11

GPA-djp/vida zu AUA/Leitl: Zurufe von außen weder Belegschaft noch Unternehmen dienlich

Vorschlag des Vorstands muss vom Tisch


"Zurufe von außen sind weder der
AUA-Belegschaft noch dem Unternehmen selbst dienlich", kommentieren
der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl
Proyer, und der Vorsitzende der vida-Sektion Verkehr, Gottfried
Winkler, die heutige Wortmeldung von Wirtschaftskammerpräsident Leitl
in der aktuellen Diskussion um ein neues Sparpaket für die AUA. Nach
dem vom AUA-Management auf den Tisch geknallten und völlig
inakzeptablen neuen "Sparkollektivvertrag" sei jetzt die
Geschäftführung am Zug. Sie solle endlich vernünftige Vorschläge
unterbreiten, über die man auch Gespräche führen kann, verlangen die
beiden Gewerkschaften. Schließlich haben Betriebsrat und
Gewerkschaften ihre Gesprächsbereitschaft bereits bekundet. "Auf dem
Rücken der Belegschaft wird die Fluglinie jedenfalls nicht alleine zu
sanieren sein", bekräftigten Winkler und Proyer.++++

Durch Fehlentscheidungen wechselnder Managements im letzten Jahrzehnt
sei die AUA zum Misserfolg und an den Rand des Abgrunds geführt
worden. "Die Belegschaftsvertretung und die Gewerkschaften haben
hingegen immer zukunfts- und lösungsorientierte Ansätze verfolgt. Es
dürfte Herrn Leitl entgangen sein, dass die Belegschaft bereits
erhebliche Sanierungsbeiträge geleistet hat und die gültigen
Kollektivverträge auch die Unterschrift der WKÖ tragen. Einseitige
Diktate werden wir nicht akzeptieren", bekräftigten Proyer und
Winkler. Das von der AUA-Geschäftsführung vorgelegte "Sparpapier" sei
eine Provokation gegenüber den Beschäftigten und ihrer Vertretung
gewesen.

Die Vorgangsweise des Managements habe gegen sämtliche
sozialpartnerschaftliche Tradition verstoßen. "Wenn dem
WKÖ-Präsidenten eine Einigung wirklich ein Anliegen ist, dann soll er
seinen Einfluss geltend machen, dass der
Spar-Kollektivvertragsvorschlag des Managements zurückgezogen wird.
Dann werden rasche Verhandlungen sicher kein Problem sein, betonten
die Gewerkschafter.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0219 2012-01-31 14:11 311411 Jän 12 NGB0009 0293



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