OTS0181   30. Jan. 2012, 13:48

GPF: "Arbeitsplatz-Sicherungsbeitrag" für Beamte ist Einkommenskürzung

Her mit den Arbeitsplatz-Garantien bei Post, A1 Telekom und Postbus!


Die Beamtinnen und Beamten sollen im
Sparpaket der Regierung doppelt zur Kasse gebeten werden. Einerseits
sollen sie einen "Arbeitsplatz-Sicherungsbeitrag" zahlen (die Rede
ist von 1 bis 2 Prozent). Andererseits sollen sie einmalig auf ihre
Biennalsprünge (automatische Gehaltserhöhung alle zwei Jahre)
verzichten, was beim Einkommen und beim Pensionsantritt finanzielle
Nachteile bedeutet.

Angesichts des fortwährenden Personalabbaus in den teilstaatlichen
Unternehmen klingt das in den Ohren vieler Mitglieder der
Kommunikationsgewerkschaft GPF wie Hohn. Von einer Garantie für einen
sicheren Arbeitsplatz ist in den bisher bekannt gewordenen
Regierungsplänen keine Rede.

"Was hätten die Beschäftigten von so einer Arbeitsplatzgarantie?
Neue, sichere Arbeitsplätze?", stellte GPF-Bundesgeschäftsführer
Helmut Tomek fest. Einer derartigen Einkommenskürzung wird die GPF
keinesfalls zustimmen.

Die beamteten Beschäftigten in Firmen wie Post, A1 Telekom und
Postbus gehören nicht zu den Spitzenverdienern. "In
Dienstleistungsbranchen wie Post- und Telekommunikationsdiensten sind
geregelte Arbeitszeiten Ausnahmen. Trotz Überstunden und Zulagen
liegen die Einkommen eines Zustellers, eines Postbuslenkers oder
Nachrichtentechnikers im Einkommensdurchschnitt", sagte Helmut Tomek.
Entsprechend bescheiden fallen auch die Pensionen aus.

"Das Sparpaket ist nur ein politisches Ablenkungsmanöver, um die
wahren Schuldigen an der Finanz- und Budgetkrise zu schützen", sagte
Tomek. Nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die
Finanzkrise verursacht, sondern die riskanten Finanzmodelle
hemmungsloser Banken und Fonds.Wichtiger als die Schuldenbremse in
den Verfassungsrang zu heben ist es daher, soziale Grundrechte in der
Verfassung zu verankern.

"Die Regierung muss die Politik endlich wieder selbst in die Hand
nehmen und sich vom Gängelband der Ratingagenturen und der
Finanzindustrie lösen, damit die Bedürfnisse der Menschen endlich
wieder Vorrang haben."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0181 2012-01-30 13:48 301348 Jän 12 NGB0003 0290



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Rückfragehinweis: Thomas Linzbauer
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