OTS0104 / 27.01.2012 / 11:21 / Channel: Politik / Aussender: Parlamentsdirektion
Stichworte: Parlament / Parlamentswoche


Die Parlamentswoche vom 30. 1. 2012 - 3. 2. 2012 Sitzung des Bundesrats, Ausschüsse des Nationalrats, U-Ausschuss


   Wien (PK) - Am 2. Februar tritt der Bundesrat zu einer Plenarsitzung 
zusammen. 
Darüber hinaus tagen unter anderem der EU-Ausschuss des Bundesrats 
sowie zahlreiche Ausschüsse des Nationalrats, wie der EU-
Unterausschuss, der Landwirtschafts-, Rechnungshof-, Sozial- Innen- 
und Verfassungsausschuss. Dabei geht es unter anderem um das 
Sicherheitspolizeigesetz und die Europäische Bürgerinitiative. Der 
Besondere Ausschuss zum Bildungsvolksbegehren nimmt ebenfalls seine 
Arbeit auf und in den Untersuchungsausschuss ist unter anderem der 
ehemalige Infrastrukturminister Hubert Gorbach geladen. 
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer überreicht im Rahmen einer 
Veranstaltung mit dem Verband Österreichischer Volkshochschulen die 
Ludo-Hartmann-Preise und der neue Bundesratspräsident Gregor Hammerl 
lädt zu einem "Steirischen Plausch". 
Die Termine im Detail:
Dienstag, 31. Jänner
10.00 Uhr: Der Untersuchungsausschuss zur Klärung von 
Korruptionsvorwürfen setzt die Anhörung von Auskunftspersonen fort. 
Dieser Teil des Ausschusses ist medienöffentlich. Thema sind die 
Vorfälle rund um die Telekom Austria. 
14.00 Uhr: Die Senkung von Roaminggebühren sowie die bessere 
Koordination und Prioritätensetzung der Transeuropäischen Verkehrs- 
und Telekommunikationsnetze (TEN) sind Thema des EU-Unterausschusses 
des Nationalrats. Die Abgeordneten werden auch über die von der 
Kommission vorgeschlagenen neuen Finanzierungsinstrumente der TEN-
Projekte diskutieren. Darüber hinaus stehen Basel III und der EU-
Vorschlag zur EU-weiten Finanztransaktionssteuer auf der 
Tagesordnung. Sie Sitzung ist öffentlich zugänglich.
14.00 Uhr: Der Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft beginnt seine 
Beratungen mit einer Aktuellen Aussprache. Dann stehen das 
Marktordnungsgesetz und das Marktordnungsüberleitungsgesetz sowie 
zahlreiche Anträge auf der Tagesordnung.
Mittwoch, 1. Februar
08.00 Uhr: Der Besondere Ausschuss zur Vorberatung des 
Bildungsvolksbegehrens tritt zu seiner konstituierenden Sitzung 
zusammen, bei der insbesondere die weitere Vorgangsweise besprochen 
werden soll.
09.00 Uhr: Im Untersuchungsausschuss zur Klärung von 
Korruptionsvorwürfen sind diesmal der ehemalige Infrastrukturminister 
Hubert Gorbach und der Ex-Telekom-Manager Rudolf Fischer als 
Auskunftspersonen geladen. Die Sitzung ist in diesem Teil 
medienöffentlich.
09.30 Uhr: Die Buchhaltungsagentur des Bundes, die Post & Telekom 
Immobiliengesellschaft m.b.H sowie Abgabenbetrug mit dem Schwerpunkt 
Steuerfahndung sind Themen des Rechnungshofausschusses. 
10.00 Uhr: Der EU-Ausschuss des Bundesrats hat sich eine umfangreiche 
Tagesordnung vorgenommen. Die Themenpalette reicht vom EU-Programm 
zur Umwelt- und Klimapolitik über ein neues Finanzierungsinstrument 
zur Entwicklungszusammenarbeit, einen Verordnungsentwurf über die 
Vergabe von Aufträgen im Bereich Wasser, Energie und 
Verkehrsversorgung, eine Richtlinie über die öffentliche 
Auftragsvergabe sowie über die Konzessionsvergabe bis hin zur 
Mitteilung der Kommission mit dem Titel "Energiefahrplan 2050".
11.00 Uhr: Die Präsidentin des Nationalrats, Barbara Prammer, lädt 
gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) zur 
Verleihung des Ludo-Hartmann-Preises sowie des Ludo-Hartmann-
Förderungspreises in den Empfangssalon des Parlaments. Die Preise 
gehen diesmal an Birgit Aschemann, Wilfried Hackl und Monika Veigl-
Petschko. 
Ludo Moritz Hartmann war maßgeblich an der 1895 erfolgten Gründung 
der "Volkstümlichen Universitätsvorträge" beteiligt, im 1900 
gegründeten "Frauenbildungsverein Athenäum" war er stellvertretender 
Obmann. Sein eigentlich volksbildnerisches Tätigkeitsgebiet war 
jedoch das Volksheim, dessen Gründung auf Hartmann und Emil Reichs 
Initiative erfolgte.
Nach einer Begrüßung und Einleitung durch die Nationalratspräsidentin 
sprechen der Amtsführende Stadtrat und Vorsitzende des VÖV, Michael 
Ludwig, sowie der Generalsekretär des VÖV, Wilhelm Filla.
18.00 Uhr: Aus Anlass des Vorsitzes der Steiermark im Bundesrat laden 
Bundesratspräsident Gregor Hammerl, Landeshauptmann Franz Voves und 
Erster Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer zu einem 
"Steirischen Plausch". Für die musikalische Umrahmung sorgt das 
"Steirische Mischwerk". 
Donnerstag, 2. Februar
09.00 Uhr: Der Bundesrat tritt zu seiner 804. Sitzung zusammen. Am 
Beginn der Sitzung wird der neue Präsident der Länderkammer, Gregor 
Hammerl, seine Antrittsrede halten, danach ist eine Erklärung des 
steirischen Landeshauptmanns und Vorsitzenden der 
Landeshauptleutekonferenz, Franz Voves, mit anschließender Debatte 
vorgesehen. 
In der darauf folgenden Aktuellen Stunde in Anwesenheit von 
Finanzministerin Maria Theresia Fekter ist zu erwarten, dass die 
Schuldenkrise und die Frage um die Zukunft des Euro im Mittelpunkt 
stehen werden. Die geplante Tagesordnung sieht unter anderem das 
Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz und das Chemikaliengesetz vor 
sowie die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über die Förderung 
von Lehrgängen für Erwachsene im Bereich 
Basisbildung/Grundkompetenzen sowie von Lehrgängen zum Nachholen des 
Pflichtschulabschlusses. Die Bundesrätinnen und Bundesräte werden 
sich auch mit einigen Berichten auseinandersetzen, so zum Beispiel 
mit dem Kulturbericht, mit dem Bericht der Justizministerin über 
erteilte Weisungen, mit dem Grünen Bericht und mit dem Nationalen 
Gewässerbewirtschaftungsplan 2009.
10.00 Uhr: Der Innenausschuss nimmt seine Verhandlungen über die 
Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz wieder auf. Dabei geht es unter 
anderem um die Ausweitung der Befugnisse in der Datenermittlung und 
Bearbeitung. Darüber hinaus sind eine Verbesserung des Opferschutzes 
und eine optimierte Zusammenarbeit mit den Jugendwohlfahrtsträgern in 
Angelegenheiten der Jugendfürsorge sowie mit der 
Datenschutzkommission im Bereich des sicherheitspolizeilichen 
Erkennungsdienstes geplant. Weitere Punkte der Tagesordnung betreffen 
das Abkommen mit den USA über die Vertiefung der Zusammenarbeit bei 
der Verhinderung und Bekämpfung schwerer Straftaten sowie eine 
Änderung des Zivildienstgesetzes.
10.00 Uhr: Der Ausschuss für Arbeit und Soziales befasst sich 
zunächst mit dem Bericht des Sozialministers über den Vollzug und die 
Wirkung der Kurzarbeit seit 2009 und ist in diesem Teil öffentlich. 
Darauf folgt eine Aktuelle Aussprache. Geplant ist auch die Debatte 
über das Freiwilligengesetz, wodurch das freiwillige Engagement in 
Österreich besonders gefördert werden soll. Weitere Themen betreffen 
das Opferfürsorgegesetzsondern, welches festlegt, dass nicht mehr die 
Landeshauptleute sondern das Bundessozialamt für 
Opferfürsorgeangelegenheiten zuständig sein soll, sowie die Änderung 
des Urlaubsgesetzes und des Landarbeitergesetzes, womit einem Urteil 
des EuGH Rechnung getragen wird.
12.30 Uhr: Die gesetzliche Grundlage für die Einführung der 
Europäischen Bürgerinitiative (EBIG-Einführungsgesetz) ist zentraler 
Punkt im Verfassungsausschuss. Ferner stehen eine Bürgerinitiative 
sowie drei Anträge, alle zum Thema Tierschutz, auf dem Programm. 
HINWEIS: Die in der "Parlamentswoche" angeführten Veranstaltungen 
sind grundsätzlich nicht öffentlich, Teilnehmerinnen und Teilnehmer 
benötigen eine Einladung. Journalistinnen und Journalisten benötigen 
für eine Teilnahme einen JournalistInnenausweis bzw. eine 
Akkreditierung als ParlamentsjournalistInnen. (Schluss)
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