• 25.01.2012, 14:25:26
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Prammer trifft hochrangige UN-Repräsentantinnen Stärke Vernetzung nationaler Parlamente mit UN-Organisationen

New York (PK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer traf am 23.
Jänner in New York mit der stellvertretenden Generalsekretärin der
Vereinten Nationen, Asha-Rose Migiro, sowie mit der ehemaligen
chilenischen Präsidentin und nunmehrigen Leiterin der 2010 ins Leben
gerufenen UN-Frauenorganisation UN Women, Michelle Bachelet,
zusammen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Migiro stand das österreichische
UNO-Schwerpunktthema der Rechtsstaatlichkeit. Migiro, die mit der
Koordination der UNO-Agenturen in diesem Bereich betraut ist,
berichtete über den breiten Ansatz, der von der UNO verfolgt wird,
und Prävention, Unterstützung für Länder, in denen Konflikte beendet
wurden, Institutionenaufbau sowie die Setzung und Umsetzung globaler
Standards umfasst.

Prammer wies auf die wichtige Rolle der Parlamente in diesem Bereich
hin und sprach auch das Thema Kontrolle und Korruptionsbekämpfung an.
Eine enge Zusammenarbeit der Interparlamentarischen Union (IPU), der
auch das österreichische Parlament angehört, mit den Vereinten
Nationen könne hier hilfreich sein. Migiro dankte für das Engagement
Prammers in der IPU und betonte die Dankbarkeit der Vereinten
Nationen für die langjährige österreichische Beteiligung an UN-
Missionen zur Friedenserhaltung. Die Situation im Nahen Osten und die
Wirtschaftskrise waren weitere Themen des Gesprächs, wobei
Präsidentin Prammer auf die Forderung des österreichischen
Nationalrats nach Einführung einer Finanztransaktionssteuer hinwies.

Bachelet bedankte sich eingangs für die langjährige Arbeit der
Präsidentin bei der Verteidigung der Rechte der Frauen. Gleichzeitig
sei sie in ihrem hohen Amt ein wichtiges Vorbild für andere Frauen.
Bachelet erläuterte die Arbeit von UN Women, die sich gegen Gewalt an
Frauen, für die Umsetzung der UN-Beschlüsse zu Frauen, Frieden und
Sicherheit, die Umsetzung der Konvention zur Beseitigung jeder Form
der Diskriminierung der Frauen (CEDAW) und der frauenspezifischen
Millenium- Entwicklungsziele sowie allgemein zur stärkeren
Beteiligung der Frauen im politischen und wirtschaftlichen Bereich
einsetzt.

Bachelet unterstrich, dass auch die Entwicklungen im arabischen Raum
zeigten, dass Demokratie nicht automatisch bedeute, dass die Frauen
stärker am politischen Geschehen beteiligt werden. Prammer und
Bachelet stimmten überein, dass es entscheidend sei, Frauen in
Führungspositionen zu bringen. Nur wenn Frauen mit am
Verhandlungstisch sitzen und ihren Einfluss geltend machen, können
sie ihre Lebensbedingungen verbessern. Netzwerke seien hier besonders
wichtig. Prammer informierte Bachelet in diesem Zusammenhang über die
Treffen der Parlamentspräsidentinnen im Rahmen der IPU und Europas.
Abschließend analysierten Bachelet und Prammer die Ursachen für die
unterschiedlich hohen Frauenanteile in Parlamenten.

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie auf der Website des
Parlaments (www.parlament.gv.at) im Fotoalbum.
(Schluss)

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