- 25.01.2012, 10:59:34
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GPF: "Ja zur Fachkräftemilliarde!"
Lehrlingsausbildung bei Post und A1 Telekom beispielhaft
Wien (OTS/ÖGB) - Immer weniger Unternehmen bilden Lehrlinge aus.
Trotzdem wird von den Unternehmern und deren Interessenvertretungen
ein angeblicher Fachkräftemangel beklagt.
"Fachkräfte fallen nicht vom Himmel und sie wachsen auch nicht auf
Bäumen. Es ist höchste Zeit, dass die Unternehmen ihrer Verpflichtung
nachkommen und selbst in die Zukunft investieren. Lamentieren bringt
uns nicht weiter, sondern zerstört die Zukunft unserer Jugend und
schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich. Daher ist das von der
Gewerkschaftsjugend entwickelte Modell Fachkräftemilliarde ein
richtiger Schritt in die Zukunft", sagte Helmut Köstinger, der
Vorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft GPF.
Als beispielhaft wird vom GPF-Jugendvorsitzenden Christian Reiseneder
die Lehrlingsausbildung bei der Post AG angeführt, wo bereits seit
mehreren Jahren in Kooperation mit der BAWAG/PSK junge Menschen zu
Bankkaufleuten ausgebildet werden. "Auch die A1 Telekom Austria deckt
ihren Bedarf an hochqualifizierten Fachleuten aus der eigenen
Lehrlingsausbildung. Wer Qualität bieten will, muss einfach in die
Zukunft investieren."
Und: "Die Fachkräftemilliarde bietet auch für kleine und mittlere
Unternehmen die Chance, aus der reinen Lehrstellenförderung endlich
eine echte Qualitätsförderung zu machen. Wenn die Betriebe nicht
einmal ein Prozent der jeweiligen Bruttolohnsumme freiwillig
einzahlen wollen, brauchen sie sich über die nächste Krise nicht
wundern", so Reiseneder.
Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln könnte nicht nur die
Lehrstellenförderung, sondern auch die überbetriebliche
Lehrausbildung sowie die Weiterqualifizierung von Beschäftigten
finanziert werden. Nebenbei würde das in den nächsten fünf Jahren 750
Millionen Euro einsparen. "Damit wäre garantiert, dass die Wirtschaft
nicht nur genügend viel, sondern auch bestens ausgebildeten
Fachkräftenachwuchs finden kann", schloss Christian Reiseneder.
Rückfragehinweis:
Thomas Linzbauer
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten
- DIE KOMMUNIKATIONSGEWERKSCHAFT -
Tel. 0043-1-534 44-492 60
Mobil 0043-664-6145400
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