• 24.01.2012, 10:48:24
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Kaske: Arbeitgeber bei Lehrlingsausbildung in die Pflicht nehmen

ÖGJ-Vorschlag der Fachkräftemilliarde würde AMS entlasten

Wien (OTS/ÖGB) - Unterstützung für die heute von der
Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) vorgeschlagene
Fachkräftemilliarde kommt von vida-Vorsitzendem und
ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske. "Statt über den
Fachkräftemangel zu jammern, sollen die Betriebe, so wie von der ÖGJ
vorgeschlagen, in einen Fonds einzahlen. Wer ausbildet, bekommt
daraus Mittel; wer nicht ausbildet, leistet so einen fairen Beitrag
in die Qualifizierung und damit in den Wirtschaftstandort", sagt
Kaske. Zudem würde das Arbeitsmarktservice durch einen derartigen von
den Arbeitgebern finanzierten Fonds finanziell entlastet, nennt der
Gewerkschafter einen weiteren Vorteil des Modells.+++

Das Modell der ÖGJ sieht vor, dass die Unternehmen ein Prozent der
Bruttolohnsumme in einen Ausbildungsfonds einzahlen. "Durch den Fonds
würde eine gerechte Verteilung der Ausbildungskosten geschaffen.
Jene, die sich derzeit bequem zurücklehnen, über den Fachkräftemangel
jammern und selbst nichts zur Ausbildung unserer Jugend beitragen,
würden endlich in die Pflicht genommen", sagt Kaske.

Ein eigener Ausbildungsfonds würde den Insolvenz-Entgelt-Fonds
entlasten, der ursprünglich zur Sicherung der Ansprüche von
Beschäftigten bei Insolvenz des Arbeitgebers geschaffen wurde. Dem
AMS brächte die Umsetzung des ÖGJ-Modells eine Ersparnis von 150
Millionen Euro jährlich. "Diese Summe könnte das Arbeitsmarktservice
stattdessen für den Ausbau der Qualifizierung von
WiedereinsteigerInnen und MigrantInnen verwenden", schlägt Kaske vor.

Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
[email protected]
www.vida.at

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