- 24.01.2012, 10:11:34
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Lehrlingsausbildung: Gewerkschaft für Umlagefinanzierung
Nur 20 Prozent der Unternehmen bilden aus, PRO-GE fordert Fachkräftemilliarde
Wien (OTS/ÖGB) - Österreichs Wirtschaft lebt von qualifizierten
Fachkräften. Während einerseits über Fachkräftemangel und über
schlechte Vorbildung der Jugend gejammert wird, ist andererseits das
Finden von qualifizierten MitarbeiterInnen die große Herausforderung.
Doch nicht jedes Unternehmen beteiligt sich an der
Facharbeiterausbildung und ist bereit Kosten dafür aufzuwenden. Sie
spekulieren auf qualifizierte junge Menschen, die in anderen
Unternehmen mit viel Aufwand ausgebildet wurden. Laut einem Bericht
des Österreichischen Institut für Bildungsforschung (öibf) bilden
nur rund 20 Prozent der Unternehmen Lehrlinge aus. "Das jetzige
Förderungssystem in Österreich ist unübersichtlich. Eine
Umlagefinanzierung würde den Ausgleich zwischen ausbildenden und
nicht ausbildenden Betrieben schaffen. Es brächte Vorteile für jene
Unternehmen, die sich guter Ausbildung widmen", sagt Rainer Wimmer,
Vorsitzender der Produktionsgewerkschaft PRO-GE. ++++
So könnte laut dem Modell der Österreichischen Gewerkschaftsjugend
eine "Fachkräftemilliarde" finanziert und zusätzlich in den nächsten
fünf Jahren 750 Millionen Euro eingespart werden: Unternehmen zahlen
ein Prozent der Bruttolohnsumme in einen Fonds ein. Aus den zur
Verfügung stehenden Mitteln kann nicht nur die Lehrstellenförderung,
sondern auch die überbetriebliche Lehrausbildung sowie die
Weiterqualifizierung von ArbeitnehmerInnen finanziert werden.
Umlageverfahren haben sich in anderen europäischen Ländern schon
bewährt. So haben Frankreich, Dänemark und die Schweiz
unterschiedliche Finanzierungsmodelle ausgearbeitet. Auch in
Österreich gibt es ein Vorzeigebeispiel in Sachen Finanzierung. In
Vorarlberg hat sich die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie
bereits in den 70ern dazu entschlossen, einen Ausbildungsfond zu
installieren.
Rückfragehinweis:
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
Tel.: 01 53 444 69035
Mobil: 0664 6145 920
E-Mail: [email protected]
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