- 24.01.2012, 09:46:05
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Kadenbach zu GAP-Reform: Ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln auch weiterhin gesichert
SPÖ-EU-Abgeordnete kritisiert fadenscheinige Argumente von Landwirtschaftsvertretern
Wien (OTS/SK) - Gestern, Montag, hat sich der
Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments mit der Reform der
Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschäftigt. "Die Landwirtschaft muss
ihren Beitrag leisten, damit die Artenschutzziele und auch die
Klimaschutzziele der Europäischen Union erreicht werden. Die
vorliegenden Vorschläge beinhalten einige gute Ansätze, was das
sogenannte 'greening' der Landwirtschaft betrifft. Vor allem, dass
sieben Prozent der Anbaufläche ökologisch genützt werden müssen, ist
ein wichtiger Beitrag, um den Lebensraum verschiedener Tier- und
Pflanzenarten zu erhalten", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin
Kadenbach am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Von Seiten der Vertreter der Landwirtschaft werde derzeit die Angst
geschürt, dass die geforderte Ökologisierung zu einer Verringerung
der Lebensmittelproduktion in Europa führen werde und der Bedarf
nicht mehr gedeckt werden könne. "Das ist unseriöse Panikmache der
Agrarlobby. Jeder weiß, dass ein Gutteil der Lebensmittel vernichtet
wird. Jüngste Zahlen zeigen, dass allein in Europa 90 Millionen
Tonnen im Müll landen. Wenn es uns gelingt, hier Maßnahmen zu setzen,
um den Anteil der vergeudeten Lebensmittel zu reduzieren, dann
brauchen wir keine steigende Produktion im Landwirtschaftsbereich",
bemerkt die Europaparlamentarierin, stv. Mitglied im Agrarausschuss.
Ein "fadenscheiniges Argument" sei auch, dass die EU mit
stagnierender Produktion ihren Beitrag an einer ausreichenden
Weltversorgung nicht mehr leisten könne. "Die Lebensmittelproduktion
unterliegt den wirtschaftlichen Interessen der Lebensmittelindustrie.
Die Produkte werden in jene Länder verkauft, wo man sich den größten
Gewinn erwartet. Um die Weltversorgung sicher zu stellen, müssen ganz
andere Maßnahmen gesetzt werden: Ein sorgsamerer Umgang mit
Ressourcen, ein Spekulationsverbot auf Lebensmittel und nicht zuletzt
die Eindämmung des Klimawandels, der in den ärmsten Ländern der Welt
zu katastrophalen Dürren oder Überschwemmungen führt", sagt
Kadenbach. (Schluss) sv/mp
Rückfragehinweis: Sabine Weinberger, SPÖ-EU-Delegation, Tel.: 0043 1
40110 3612, e-mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
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