- 13.01.2012, 09:27:18
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BAGS-KV: Verhandlungen für den Gesundheits- und Sozialbereich unterbrochen
BetriebsrätInnen beschließen bereits erste Aktionen
Wien (OTS/vida/GPA-djp/ÖGB) - Die Kollektivvertragsverhandlungen
für die rund 90.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und
Sozialbereich wurden heute Nacht nach 12-stündiger Verhandlung
ergebnislos unterbrochen. Das Angebot einer Lohn- und Gehaltserhöhung
(zwischen 2,95 und 3,05 Prozent) liegt unter der Inflationsrate von
3,2 Prozent. "Dieses "Angebot" ist für Beschäftigten völlig
inakzeptabel, da es mit einem Einkommensverlust gleichzusetzen ist.
Die BetriebsrätInnen planen daher bereits jetzt betriebliche und
überbetriebliche Aktionen in allen österreichischen Regionen, um die
Beschäftigten und die Öffentlichkeit über den Verhandlungsstand und
die Bedeutung dieses Kollektivvertrages zu informieren", sagen die
VerhandlerInnen der Gewerkschaften vida und GPA-djp, Michaela
Guglberger und Reinhard Bödenauer. Als erste Reaktion auf das
ungenügende Arbeitgeber-Angebot werden in den Betrieben noch im
Jänner 2012 Betriebsversammlungen stattfinden.+++
Der Kollektivvertrag der Berufsvereinigung der Arbeitgeber für
Gesundheits- und Sozialberufe - der sogenannte BAGS-Kollektivvertrag
- wird auf ArbeitnehmerInnenseite von der GPA-djp und der
Gewerkschaft vida gemeinsam verhandelt. GPA-djp und vida fordern
aufgrund der wertvollen Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich für
die Beschäftigten nachhaltige, reale Einkommenszuwächse. Neben den
gehaltsrechtlichen Forderungen enthält das Forderungspapier der
Gewerkschaften auch Verbesserungen bei der Anrechnung von
Vordienstzeiten und des Kilometergeldes sowie die Anrechnung von
Karenzzeiten, um dem Unterschied bei der Lohn- und Gehaltsentwicklung
von Frauen und Männern entgegenzuwirken.
"Die Betreuung und die Pflege von Menschen wird immer wichtiger für
das Zusammenleben in unserer Gesellschaft und hält sie auch zusammen.
Die ArbeitnehmerInnen verdienen daher eine spürbare Lohn- und
Gehaltserhöhung", betont Reinhard Bödenauer, stellvertretender
Geschäftsbereichsleiter in der GPA-djp.
Michaela Guglberger, vida-Bundesfachgruppensekretärin für den Bereich
der sozialen Dienste, ist über das Arbeitgeberangebot empört: "Dieses
Angebot ist für die ArbeitnehmerInnen ein klares Signal, dass ihre
wichtige und qualitative Arbeit im Interesse der Allgemeinheit in
keiner Art und Weise gewürdigt wird. Wir fordern die Arbeitgeber
dringend auf, vernünftige Angebote vorzulegen."
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit Mag. Martina Fassler Tel: 0664/614 57 32 oder 01/53444 79-260 [email protected] www.vida.at GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit Mag. Elisabeth Schnallinger Tel.: 05 0301-21386 Mobil: 05 0301-61386 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at
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