• 12.01.2012, 11:04:17
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Grüne Wirtschaft: Regierung soll Ankauf österreichischer Staatsanleihen besser bewerben!

Inländisches Finanzkapital könnte mutiger in die "Aktie Österreich" investieren!

Wien (OTS) - Im Laufe dieses Jahres muss die Republik Österreich
Staatsanleihen im Ausmaß von fast 30 Milliarden Euro auf den
internationalen Kapitalmärkten platzieren. Es ist zu erwarten, dass
so wie bisher lediglich ein Viertel davon von heimischen Investoren
gezeichnet wird. Doch angesichts eines privaten
Brutto-Finanzvermögens der Österreicherinnen und Österreicher von
rund einer halben Billion Euro gibt es ein wesentlich größeres
Potenzial.

"Finanzministerin Maria Fekter sollte sich gegen die Erpressermanier
der US-amerikanischen Rating-Agenturen besser wappnen, indem sie den
Ankauf österreichischer Staatsanleihen im Inland wesentlich
intensiver bewirbt", fordern Bundessprecher Volker Plass und
Landessprecher Hans Arsenovic von der Grünen Wirtschaft. "Unser aller
Ziel muss es sein, dass die österreichischen Staatsschulden zu einem
wesentlich größeren Teil von inländischen Kapitalgebern und zu für
beide Seiten attraktiveren Bedingungen finanziert werden. Nur so kann
die permanente Abhängigkeit von ausländischen Investoren und
Rating-Agenturen spürbar reduziert werden!"

Konkret schlägt die Grüne Wirtschaft folgende Maßnahmen vor:

- Werbekampagne für die "Aktie Österreich" bzw. den Ankauf von
Staatsanleihen und Bundesschatzscheinen

- "Staatsanleihen-Aktionstage" mit Direktverkauf ohne Bankenprovision
nach italienischem Vorbild

- Prüfung aller Möglichkeiten einer steuerlichen Begünstigung von
Staatsanleihen und Bundesschatzscheinen

Auch auf die Veranlagungsstrategie der öffentlichen und
halböffentlichen institutionellen Anleger (Pensionskassen,
Abfertigungsfonds, Sozialversicherungen, Kammern etc.) könnte ein
sanfter Druck ausgeübt werden: "Allein die
Wirtschaftskammerorganisation hat ein Finanzvermögen von rund einer
Milliarde Euro gebunkert und sollte sich als verfassungsrechtlich
abgesicherte öffentliche Institution patriotischer verhalten und mehr
in österreichische Staatsanleihen investieren", so Arsenovic
abschließend.

Rückfragehinweis:
Volker Plass, Tel. 0676 / 303 22 60

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