- 12.01.2012, 10:46:55
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Verhandlungen für einen neuen grafischen Kollektivvertrag vorerst gescheitert
Arbeitgeberverband erhöhte die Forderungen der Grausamkeiten
Wien (OTS/ÖGB) - Bei den am 11. Jänner 2012 stattgefundenen
Verhandlungen zum grafischen Kollektivvertrag - welcher einseitig von
den Arbeitgebern gekündigt wurde - bot die Verhandlungskurie der
Gewerkschaft der Arbeitgeberseite folgendes an:
Reale Lohn- und Gehaltsdämpfung ab 1. Februar 2012 für die
Rollendrucker von über 4 Prozent. Weiters bot die Gewerkschaft im
Bereich der Bogendrucker ebenfalls ein Dämpfungspotential von 4
Prozent an, wobei die Detailverhandlungen darüber 2012 starten hätten
sollen. Die Auswirkungen dieser Kostendämpfung sollten ab Beginn 2014
schlagend werden, da die GPA-djp bereits beim letzen Kollektivvertrag
ein Dämpfungspotential von ebenfalls 4 Prozent an die Bogenbetriebe
abgegeben hat.
Bei den bevorstehenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen für das Jahr
2012 war die Gewerkschaft GPA-djp bereit einen maßvollen Abschluss zu
tätigen.
Dieses Angebot wurde von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt und
erhöhte noch ihre Forderungen an die Gewerkschaftskurie.
Die Forderungen der Arbeitgeber für die Bereiche Druckvorstufe,
Bogendruck, Rollendruck, Werkpersonal in Tageszeitungsbetrieben und
Endfertigung im Detail:
Sofortige Einführung der 40h-Woche
Flexibilisierung der Arbeitszeit auf 52 Wochen Durchrechnungszeitraum
Reduktion von Nachtzuschlägen
Reduzierung von Maschinenzuschlägen
Reduzierung von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
Insgesamt fordert der Arbeitgeberverband zumindest eine 10-prozentige
Lohn- und Gehaltsreduzierung für ihre Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Die Verhandlungskurie der Gewerkschaft GPA-djp versuchte bis zum
Schluss der gestrigen Verhandlungen einen sozialpartnerschaftlichen
Kompromiss zu erzielen, der aber von der Mehrheit der
Arbeitgeberkurie abgelehnt wurde.
Die GPA-djp bereitet sich jetzt auf gewerkschaftliche Maßnahmen, bis
hin zum Streik, vor. In allen organisierten Betrieben wurden in den
letzten Wochen Abstimmungen für Kampfmaßnahmen abgehalten, die von
den Belegschaften ein hohes Votum an Zustimmung erhielten.
Die Verhandlungskurie der Gewerkschaft bedauert außerordentlich die
starre Haltung des Arbeitgeberverbandes und hofft nach wie vor, dass
es verantwortungsvolle Sozialpartner im Verband Druck und
Medientechnik gibt, die einen Arbeitskampf verhindern wollen.
Verhandlungsleiter Franz Bittner dazu: "Der Arbeitgeberverband hat
eine Chance für die Zukunft der Branche vertan."
Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: [email protected]
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