- 09.01.2012, 14:09:37
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FPÖ: Kitzmüller lehnt Neuregelung der Familienbeihilfe ab
Vorschläge dienen den Interessen der Wirtschaft, nicht der Eltern
Wien (OTS) - FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller
lehnt die heute von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung
vorgeschlagene Reform der Familienbeihilfe ab. "Im Ergebnis wird -
das wurde ja nicht einmal bestritten - den Familien Geld weggenommen.
Das ist vor allem auch angesichts der bereits erfolgten Streichungen
in jüngster Zeit unannehmbar", stellt Kitzmüller fest. Sie kritisiert
insbesondere die geplante Ausgabe von Gutscheinen für
Betreuungsleistungen: "Es will offenbar nicht in den Kopf der
rot-schwarzen Akteure, dass viele Eltern ihre Kinder selbst betreuen
wollen, insbesondere bis zum Kinderarteneintrittsalter", so
Kitzmüller.
Entlarvend sei hier die Formulierung, dass Mütter durch
Betreuungspflichten "daran gehindert" seien, erwerbstätig zu sein.
"Viele Mütter werden eher meinen, dass sie durch immer geringere
Familienleistungen daran gehindert werden, ihre Kinder selbst zu
betreuen, weil sie auf Grund der finanziell angespannten Situation in
der Familie rasch wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren müssen",
hält Kitzmüller fest.
An einer Entbürokratisierung und Vereinfachung sei grundsätzlich
nichts auszusetzen, dabei müsse jedoch die Wahlfreiheit der Eltern
gewahrt bleiben. "Wer allerdings - so wie Arbeiterkammer und
Industriellenvereinigung - die Frauenerwerbsquote und die
Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren zu Maßzahlen der
Familienpolitik erklärt, der nimmt die Wahlfreiheit nicht ernst, weil
er automatisch alle Eltern diskriminiert, die sich bewusst für die
häusliche Betreuung der Kinder und gegen einen raschen Wiedereintritt
ins Berufsleben entscheiden. In diese Richtung geht auch die
neuerlich ausgestoßene Drohung einer Streichung der Langvariante des
Kindergeldes, anstatt dieses bei den Eltern weitaus beliebteste
Modell zu stärken", argumentiert die FPÖ-Familiensprecherin.
Eine wesentliche Vereinfachung und zudem eine Entwicklung hin zu
voller Steuergerechtigkeit und Wahlfreiheit wäre dagegen das
freiheitliche Familiensteuermodell, das die Ermittlung des gesamten
Haushaltseinkommens und die Steuerbemessung anhand der Anzahl der
dadurch zu versorgenden Familienmitglieder vorsieht.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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