- 06.01.2012, 12:37:08
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FPÖ: Winter spricht sich klar gegen Kultussteuer aus
Verstoß gegen säkulares Staatswesen - Menschen treten nicht wegen Geld aus Kirche aus
Wien (OTS) - Der Obmann des oberösterreichischen Bauernbundes,
Maximilian Hiegelsberger, fordert die Einführung einer Kultussteuer.
Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Winter erteilt
diesem Vorstoß eine klare Absage: "Ein solches Vorgehen erinnert an
die düstere Periode des austrofaschistischen Ständestaates.
Schließlich war auch Engelbert Dollfuß Bauernbund-Funktionär."
Hiegelsbergers Vorschlag impliziere, dass immer mehr Menschen nur
deshalb aus der Kirche austreten, um die Kirchensteuer zu sparen. Das
sei nicht richtig. "Austrittswellen hängen mit Skandalen und der
politisch linkslastigen Positionierung namhafter katholischer
Würdenträger und Funktionäre zusammen. Die Bürger können sich mit den
Ansichten eines Caritas-Präsidenten Franz Küberl oder eines Kardinals
Christoph Schönborn nicht identifizieren. Eine Zwangssteuer zugunsten
der Kirche bedeutet religiöse Entmündigung", stellt sich die
Abgeordnete auf die Seite der Bevölkerung.
Der Erhalt sakraler Bauten könne nicht als Argument für eine
Kultussteuer herangezogen werden. "Die Kirche erhält ohnehin 52
Prozent des Geldes aus dem Denkmalschutz. Eine indirekte
Doppelbesteuerung der Bevölkerung ist unzulässig. Wir Freiheitlichen
bekennen uns zum säkularen Staat und der Religionsfreiheit. Dasselbe
erwarte ich von Herrn Hiegelsberger - und natürlich auch von der
Kirche selbst", schließt Winter.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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