- 05.01.2012, 11:11:44
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FPÖ-Hofer zu Gentechnik-Verunreinigungen: Nur Kontrolle macht sicher!
FPÖ fordert Monitoringsystem und klare Haftungsregeln
Wien (OTS) - "Wir haben bereits vor Wochen als einzige
österreichische Partei die Problematik des Gentechnik-Wildwuchses in
der Schweiz aufgegriffen", so heute FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert
Hofer. "Trotz Anbauverbots wuchern im Nachbarland, in der Umgebung
von Universitäten und Bahnhöfen, Gentechnik-Pflanzen. Das muss uns
auch in Österreich alarmieren."
Denn während man der gentechnischen Kontamination, deren Ursachen
noch weitgehend im Dunkeln lägen, in der Schweiz offensiv begegne und
ein Monitoringsystem für Gentechnikpflanzen erarbeite, wie es der
eidgenössischen Freisetzungsverordnung entspreche, spiele man in
Österreich Vogel Strauß.
"Den Kopf in den Sand zu stecken und zu behaupten, es könne
hierzulande keine Verunreinigungen geben, weil man sie nicht sehe,
ist zu wenig", betont Hofer. "Wir werden daher auf parlamentarischer
Ebene aktiv werden und von der Bundesregierung angemessene Maßnahmen
einfordern, um unbemerkte Kontaminationen in Österreich zu
unterbinden bzw. zu entdecken, bevor die Sache irreparabel ist."
"Diese Maßnahmen müssen ein Monitoringsystem ebenso umfassen wie
klare Koexistenzregeln", führt Hofer aus. "Wobei zu beachten sein
wird, dass eine Koexistenz von biologischer oder konventioneller mit
gentechnischer Landwirtschaft, wie man sie von Regierungsseite stets
propagiert, nicht möglich ist. Hier muss es vielmehr darum gehen, den
Schutz der gentechnikfreien Produktion zu gewährleisten. Zu guter
Letzt muss neben dem Vorsorge- auch das Verursacherprinzip Anwendung
finden. Es kann nicht sein, dass Bauern, die die Agrogentechnik
ablehnen oder die öffentliche Hand für etwaige Schäden durch
Auskreuzungen gerade stehen müssen. Hier sind ausschließlich die
Lizenzinhaber zur Rechenschaft zu ziehen, die ja auch die mit ihren
patentierten Gentechnikpflanzen etwaig zu erzielenden Gewinne
einfahren wollen. Schutzpflicht geht hier ganz klar vor
Profitinteressen, die sich noch dazu nicht mit den Interessen der
Österreicher decken, weil diese zu über 90 Prozent Gentechnik auf
Feld und Teller ablehnen", so Norbert Hofer abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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