FPÖ-Hofer zu Gentechnik-Verunreinigungen: Nur Kontrolle macht sicher!

FPÖ fordert Monitoringsystem und klare Haftungsregeln

Wien (OTS) - "Wir haben bereits vor Wochen als einzige österreichische Partei die Problematik des Gentechnik-Wildwuchses in der Schweiz aufgegriffen", so heute FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Trotz Anbauverbots wuchern im Nachbarland, in der Umgebung von Universitäten und Bahnhöfen, Gentechnik-Pflanzen. Das muss uns auch in Österreich alarmieren."

Denn während man der gentechnischen Kontamination, deren Ursachen noch weitgehend im Dunkeln lägen, in der Schweiz offensiv begegne und ein Monitoringsystem für Gentechnikpflanzen erarbeite, wie es der eidgenössischen Freisetzungsverordnung entspreche, spiele man in Österreich Vogel Strauß.

"Den Kopf in den Sand zu stecken und zu behaupten, es könne hierzulande keine Verunreinigungen geben, weil man sie nicht sehe, ist zu wenig", betont Hofer. "Wir werden daher auf parlamentarischer Ebene aktiv werden und von der Bundesregierung angemessene Maßnahmen einfordern, um unbemerkte Kontaminationen in Österreich zu unterbinden bzw. zu entdecken, bevor die Sache irreparabel ist."

"Diese Maßnahmen müssen ein Monitoringsystem ebenso umfassen wie klare Koexistenzregeln", führt Hofer aus. "Wobei zu beachten sein wird, dass eine Koexistenz von biologischer oder konventioneller mit gentechnischer Landwirtschaft, wie man sie von Regierungsseite stets propagiert, nicht möglich ist. Hier muss es vielmehr darum gehen, den Schutz der gentechnikfreien Produktion zu gewährleisten. Zu guter Letzt muss neben dem Vorsorge- auch das Verursacherprinzip Anwendung finden. Es kann nicht sein, dass Bauern, die die Agrogentechnik ablehnen oder die öffentliche Hand für etwaige Schäden durch Auskreuzungen gerade stehen müssen. Hier sind ausschließlich die Lizenzinhaber zur Rechenschaft zu ziehen, die ja auch die mit ihren patentierten Gentechnikpflanzen etwaig zu erzielenden Gewinne einfahren wollen. Schutzpflicht geht hier ganz klar vor Profitinteressen, die sich noch dazu nicht mit den Interessen der Österreicher decken, weil diese zu über 90 Prozent Gentechnik auf Feld und Teller ablehnen", so Norbert Hofer abschließend.

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