• 28.12.2011, 13:19:28
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Feuerwerk - Maier: Vollziehung des Pyrotechnikgesetzes muss verschärft werden

Anzeigen zu Silvester 2010/2011 erneut gestiegen - Durch Feuerwerkskörper verursachte Unfälle mit Sachschaden seit 2009/2010 verdoppelt

Salzburg (OTS/SK) - Zu Silvester 2010/2011 sind die Vorfälle mit
Feuerwerkskörpern im Vergleich zum Jahreswechsel 2009/2010 erneut
stark angestiegen. SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier fordert
daher eine Verschärfung der Vollziehung des neuen Pyrotechnikgesetzes
und stärkere Kontrollen durch das Innenministerium. "In der
Silvesternacht 2010/2011 - wie auch im laufenden Jahr - hat es in
Österreich zahlreiche, teilweise sehr schwere Unfälle mit
Feuerwerkskörpern gegeben. Zum Jahreswechsel 2010/2011 gab es die
bisher höchste Anzeigenquote mit 1.073 Anzeigen nach dem
Pyrotechnikgesetz, die gerichtlichen Anzeigen wegen Sachbeschädigung
sind im Vergleich zu 2009/2010 von 419 auf 576 gestiegen und die
Unfälle mit Sachschaden, die durch Feuerwerkskörper verursacht
wurden, haben sich verdoppelt", betonte Maier heute, Mittwoch, im
Rahmen einer Pressekonferenz in Salzburg. ****

"Gerade im Dezember und zum Jahreswechsel boomt das Geschäft mit
Knallern, Böllern und Feuerwerkskörpern für die Silvesterfeiern", so
Maier, der festhält, dass deren Abfeuern massive Probleme verursacht.
Denn neben der starken Lärmbelästigung - die häufig bereits lange vor
der Silvesternacht beginnt - und unter der besonders ältere Menschen,
Kleinkinder und Tiere zu leiden haben, sowie der starken
Umweltbelastung durch Feinstaub kommt es auch alljährlich zu
zahlreichen Unfällen mit Personen- oder Sachschaden. "Auch darf nicht
vergessen werden, dass fast alle in Europa verkäuflichen
Feuerwerkskörper in Billiglohnländern unter menschenverachtenden
Bedingungen von Kindern, Jugendlichen und Frauen hergestellt werden",
sagt Maier.

"Für Feuerwerkskörper, die vor dem 4. Juli 2010 in Verkehr gebracht
wurden, gilt das neue Pyrotechnikgesetz bis 2017 nicht und die
bestehenden gesetzlichen Bestimmungen werden oft ignoriert und
missachtet. Daher braucht es stärkere Kontrollen durch die Behörden",
so Maier. Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher, der Anfragen an das
Innenministerium sowie das Umweltministerium betreffend Kontrolle des
Pyrotechnikgesetzes und toxische Stoffe in Feuerwerkskörpern gestellt
hat, kritisiert weiters, dass aktuell immer noch keine gesicherten
Gesamtzahlen über Unfälle, Verletzungen und Sachschäden vorliegen.
"Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Nur mit gesicherten Zahlen
kann auch die Wirksamkeit des aktuellen Gesetzes evaluiert werden",
betont Maier. (Schluss) sv/bj

Service: Die vollständige Presseunterlage zur Pressekonferenz sowie
Statistiken zu Unfällen und Anzeigen im Zusammenhang mit
Feuerwerkskörpern im Jahresvergleich finden sich unter
http://www.spoe.at/bilder/d279/PK_Maier_Silvester_2012.pdf

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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