• 20.12.2011, 12:13:33
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  • OTS0134 OTW0134

Preisverleihung: Journalismuspreis von unten 2011

Hintergründige und respektvolle Armutsberichterstattung ausgezeichnet

Wien (OTS) - Gestern wurde im Wien zum zweiten Mal der
"Journalismuspreis von unten" vergeben. Die Armutskonferenz schreibt
seit 2010 einen Preis aus, der hintergründige und respektvolle
Armutsberichterstattung prämiert. Zugelassen waren auch heuer wieder
Einreichungen aus Print sowie aus Radio und Fernsehen. Bewertet und
ausgewählt wurden die Beiträge von einer Jury bestehend aus Menschen
mit Armutserfahrungen, weshalb alle Ausgezeichneten betonten, den
Preis als besondere Ehre zu empfinden, kommt er doch von Menschen,
die genau wissen, worum es geht.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Musikerin Maria
Stern. (http://www.myspace.com/mariastern)

Die Ausgezeichneten:

In der Kategorie Fernsehen wurde Beate Haselmayer für ihren
Beitrag "Nur ein Bett" über Obdachlosigkeit (ORF Am Schauplatz, 5.8.
2011) ausgezeichnet. Besonders beeindruckend fand die Jury, dass
Beate Haselmayer es geschafft hat, mit sonst sehr scheuen Menschen
ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und auf Augenhöhe zu reden. "Der
Beitrag ist nicht traurig, drückt nicht auf die Tränendrüse, sondern
zeigt einfach das Leben."

In der Kategorie Radio erhielt Barbara Krommer für ihren Beitrag
"Wohlstand schützt vor Armut nicht" (Ö1 "Saldo", 21.10.2011) eine
Auszeichnung. Der faktenreiche Beitrag zeige "Armut in all ihren
Facetten". Viele Betroffene kommen zu Wort, wie auch MitarbeiterInnen
sozialer Organisationen und anderer relevanter Bereiche. Auch
aufgrund dieser großen Bandbreite hat sich die Jury für den
"wundervollen Beitrag" entschieden.

Einen Anerkennungspreis in der Kategorie Radio erhielt Stefan
Hauser für seine Reportage über die Ambulanz "Amber med" (Radio
Stephansdom "Perspektiven", 15.6.2011), in der Menschen ohne
Versicherungsschutz versorgt werden. Ein "sehr gut recherchierter
Beitrag, der über Probleme bei der Gesundheitsversorgung informiert,
die vielen Menschen unbekannt sind."

In der Kategorie Printmedium ging die Auszeichnung an Sandra
Wobrazek für ihren Beitrag "Neue junge Obdachlosigkeit" (NEWS,
30/2011). Die Jury hat damit eine Journalistin ausgezeichnet, die
schon öfter durch ihre Berichterstattung aufgefallen ist, weil sie
"hinter die Kulissen schaut und sich intensiv mit den Themen
auseinandersetzt." In ihrem ausgezeichneten Beitrag führt sie
plastisch vor Augen, dass Armut jeden und jede treffen kann.

Der Anerkennungspreis in der Kategorie Print ging an Stefan Veigl
für "Leben mit 400 Euro" (Salzburger Nachrichten, 10.5.2011). Er hat
in einem Selbsttest ausprobiert, ob er mit dem Geld aus der
Mindestsicherung eine Woche lang über die Runden kommen kann - für
die Jury ein Ausdruck der Solidarität mit jenen, für die das Leben
mit Mindestsicherung kein Experiment ist und eine Anregung zum
Perspektivenwechsel.

Zusätzlich zu diesen Hauptkategorien wurde ein Sonderpreis im
Bereich Neue Medien vergeben. Peter Gach wurde für sein unermüdliches
Engagement in Blogs und Radiosendungen geehrt: "Ka Hack'n für'n Gach"
ist das "Tagebuch eines Betroffenen über Arbeitslosigkeit, die
Mindestsicherung und Armut in einem reichen Land". Es berührt durch
persönliche Momente ebenso wie durch treffliche Analysen von
Gesellschaft und Sozialstaat. Die Jury dankte ihm "für das, was er
alles getan hat, und dass er nicht aufgibt".
http://petergach.wordpress.com/

Pressefotos aller PreisträgerInnen finden Sie hier:
http://www.ots.at/redirect/armutskonferenz2

Rückfragehinweis:

Die Armutskonferenz.
   Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien
   e-mail: [email protected]
   www.armutskonferenz.at
   
   Gabriele Horak-Böck, 0660 343 2447
   Michaela Moser, 0676 544 26 46

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARM

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