• 19.12.2011, 15:55:35
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Binder-Maier: Nein zur Zwangsverpflichtung bei Obsorge

Forderung nach modernem Familienrecht

Wien (OTS/SK) - "Wir müssen die freiwillige gemeinsame Obsorge
stärken und fördern, gemeinsame Obsorge als Regelfall - so wie das
die ÖVP bezeichnet ist letztendlich nichts anderes als ein Zwang -
wäre absolut kontraproduktiv und nicht im Sinne des Kindeswohls", so
SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier als Reaktion auf die
ÖVP-Forderung nach einer verpflichtenden gemeinsamen Obsorge im Falle
einer Scheidung. ****

Harmonie sei innerhalb einer Familie und schon gar nicht nach einer
Scheidung per Gesetz zu verordnen, stellt Binder-Maier fest.
Stattdessen solle die Politik vielmehr Anreize und Möglichkeiten
schaffen, damit sich die Eltern auch nach einer Trennung gemeinsam um
die Kinder kümmern können, betont die Familiensprecherin. In dem
Zusammenhang fordert Binder-Maier eine grundsätzliche Reform des
Familienrechts. Außerdem erinnert Binder-Maier an die zahlreichen
Vorschläge von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die allesamt
zur Verbesserung der Situation von Scheidungskindern und deren Eltern
dienen würden. So zum Beispiel die "Abkühlphase", die sofortige
Regelung der Besuchszeiten und die Förderung der freiwilligen
gemeinsamen Obsorge. "Die Regelung der Besuchszeiten bei
einvernehmlichen Scheidungen ist ein wichtiger Schritt, um den
Kindern den Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen", betonte
die SPÖ- Familiensprecherin.

"Wir müssen die österreichische Familienpolitik an die
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen", so die
SPÖ-Familiensprecherin. In der Vergangenheit hätten junge,
unverheiratete Elternpaare häufig nicht gewusst, dass sie, wenn
gewünscht, die gemeinsame Obsorge erst beantragen müssen. "Es ist
schon einigermaßen verwunderlich, wenn die ÖVP sonst immer für
Wahlfreiheit eintritt, aber gerade bei diesem hochsensiblen Thema von
oben herab bestimmen will, wie Familie funktionieren soll", so
Binder-Maier abschließend. (Schluss) sc/rm/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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