- 16.12.2011, 12:41:48
- /
- OTS0151 OTW0151
Armutskonferenz fordert Armutsbremse: 511 000 unter bedrückenden Lebensbedingungen
Soziale Investitionen zahlen sich aus. Budgetkonsolidierung und Zukunftsinvestitionen sind kein Widerspruch, sondern gemeinsame Notwendigkeit und Gebot der Stunde.
Wien (OTS) - Eine "Armutsbremse" fordert die Armutskonferenz
angesichts des Anstiegs der manifesten Armut auf 511 000 Menschen.
"Das Ende der Krise ist nicht mit dem Steigen der Aktienkurse
anzusetzen, sondern mit dem Sinken von Armut und sozialer
Ungleichheit. Die Krise ist dann vorbei, wenn die Armut sinkt. Wer
sozialer Polarisierung mit all ihren negativen Folgen für die ganze
Gesellschaft gegensteuern will, muss nicht nur für die Stabilisierung
des Finanz- und Bankensektors eintreten, sondern auch für die
Stabilisierung des sozialen Ausgleichs."
Umso wichtiger ist es jetzt die richtigen Maßnahmen zu setzen und
der manifesten Armut gegenzusteuern. Soziale Investitionen zahlen
sich aus. Budgetkonsolidierung und Zukunftsinvestitionen sind kein
Widerspruch, sondern gemeinsame Notwendigkeit und Gebot der Stunde",
betont das österreichische Anti-Armutsnetzwerk, dessen
Mitgliedsorganisationen über 500 000 Hilfesuchende im Jahr
unterstützen. "Es ist höchste Zeit, Überfluss zu besteuern und in die
Zukunft zu investieren. Fangen wir gleich bei Kinderbetreuung, Schule
und auch Pflege an." Österreich liegt mit seinen
Sozialdienstleistungen unter dem EU-Durchschnitt. Insgesamt entstehen
bei Kinderbetreuung wie bei der Pflege Win-win-Situationen zwischen
Familieneinkommen, Arbeitsplätzen, Frühförderung von Kindern und
Entlastung Angehöriger. Hier gibt es viel ungenütztes Potential, das
brach liegen gelassen wird.
In die Zukunft investieren - Bildung, Schule und Kinderbetreuung
"Es muss europaweit richtig investiert werden und von den
Profiteuren der letzten Jahre, den obersten 10 Prozent, ein
entscheidender Beitrag zu den Krisenkosten einverlangt werden", fasst
die Armutskonferenz zusammen. Das heißt: "In die Zukunft investieren
mit Bildung, Forschung, Kinderbetreuung und Pflege, Konjunktur nicht
abwürgen, Jobs schaffen, Budget konsolidieren, Schwächen des
Sozialstaats korrigieren, seine Stärken optimieren. Wer sozialer
Polarisierung mit all ihren negativen Folgen für die ganze
Gesellschaft gegensteuern will, muss nicht nur für die Stabilisierung
des Finanz- und Bankensektors eintreten, sondern auch für die
Stabilisierung des sozialen Ausgleichs."
Rückfragehinweis:
Die Armutskonferenz
www.armut.at
Tel.: 01/ 402 69 44 oder 0664/ 544 55 54
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARM






