• 15.12.2011, 12:34:52
  • /
  • OTS0171 OTW0171

Es tut weh, wenn man einmal nicht helfen kann Volksanwalt Peter Kostelka zu Gast in der Demokratiewerkstatt

Wien (PK) - Im Rahmen eines Workshops in der Demokratiewerkstatt
hatten heute Vormittag die SchülerInnen der Klasse 4C der Volksschule
der Missionskongregation der Dienerinnen des Hl. Geistes aus Wien
Favoriten nicht nur die Möglichkeit, gemeinsam mit Peter Kostelka die
Funktion einer Volksanwaltschaft und die damit verbundenen
Obliegenheiten seiner Tätigkeit zu erörtern, sondern den Ombudsmann
der ÖsterreicherInnen auch näher kennen zu lernen.

Ein Perspektivenwechsel nach einer langen politischen Laufbahn sei
der Anstoß für ihn gewesen, als Volksanwalt tätig zu werden,
informierte Kostelka die jungen BürgerInnen. Nach der Rolle des
Gesetzgebers habe er so endlich die Möglichkeit, Gesetze zu
überprüfen und Menschen in ihrem täglichen Leben zu helfen. Zuhören
und die richtigen Fragen stellen zu können, seien deshalb auch die
Grundeigenschaften, die ein Volksanwalt haben sollte, um gemeinsam
mit dem Beschwerdeführer feststellen zu können, in welcher Situation
sich dieser gerade befindet. Damit verbunden sei auch das schlimmste
Erlebnis in der Arbeit eines Volksanwalts, nämlich das Gefühl zu
haben, dass BürgerInnen recht haben, ihnen aber nicht zu ihrem Recht
verhelfen zu können. Das tue "ganz offen gesagt" weh, gab Kostelka
den jungen Menschen Einblick in sein berufliches Leben.

Auf die Frage, ob die ÖsterreicherInnen viele Probleme hätten,
berichtete Kostelka, dass rund 160.000 bis 170.000 Fälle jährlich an
die Volksanwaltschaft herangetragen würden. Die Arbeit sei deshalb
auch sehr spannend, auch wenn die Auseinandersetzung mit Missständen
in der Verwaltung manchmal sehr viel Geduld voraussetze.

Neben den Fragen über seine nunmehr zehnjährige Tätigkeit als
Kontrolleur der Verwaltung galt das Interesse auch dem Privatmenschen
Kostelka. Als Großvater war er sichtlich erfreut darüber, mit den
jungen Menschen auch über Themen abseits seines beruflichen Alltags
sprechen zu können. So erfuhren die InterviewerInnen, dass Kostelka
in ihrem Alter eigentlich Lokomotivführer werden wollte, heute aber
froh darüber sei, sich schon mit fünfzehn Jahren für die Politik
interessiert und daraus einen Beruf gemacht zu haben. Sein
Lieblingsfach in der Schule sei Geschichte gewesen, weil er sich sehr
für gesellschaftliche Zusammenhänge begeistere. Auf die Frage, ob man
überhaupt in die Schule gehen müsse, machte Kostelka den jungen
Menschen verständlich, wie wichtig eine gute Bildung für ihre
berufliche Zukunft ist.

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie - etwas zeitverzögert -
auf der Website des Parlaments (www.parlament.gv.at) im Fotoalbum.
(Schluss)

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: [email protected], Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel