• 15.12.2011, 12:16:18
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Regner/Kadenbach: "Mehr Schutz für europäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer"

EU-Parlament fordert Ausbau der Präventionsmaßnahmen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz

Wien (OTS/SK) - Heute, Donnerstag, hat das EU-Parlament eine
Entschließung zur Strategie der EU-Kommission "Gesundheit und
Sicherheit am Arbeitsplatz 2007 bis 2012" verabschiedet. "Die
Europäische Union verfügt über gemeinsame Regelungen im Bereich der
Arbeitsplatzsicherheit. Die Halbzeitüberprüfung der Strategie hat
aber ergeben, dass diese nicht ausreichend sind, um die Arbeitnehmer
umfassend zu schützen", so die stv. Delegationsleiterin Evelyn Regner
am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Jährlich sterben in
Europa 168.000 Arbeitnehmer an Arbeitsunfällen und rund sieben
Millionen ziehen sich bei Arbeitsunfällen Verletzungen zu.
"Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle lösen nicht nur individuelles
Leid aus, sondern beeinträchtigen auch die Volkswirtschaften. Studien
ergeben, dass sich die Kosten auf bis zu 5,9 Prozent des BIP belaufen
können", sagt die EU-Abgeordnete Karin Kadenbach. Sie begrüßt daher,
dass die Europaparlamentarier heute mehr Präventionsmaßnahmen
gefordert haben. ****

"Was bisher ebenfalls zu kurz gekommen ist, ist die ausreichende
Beachtung von psychosozialen Krankheiten. Unsichere
Arbeitsverhältnisse, Stress und Mobbing führen zu Burnout und
Depression. In der Strategie sowie in der Gesetzgebung einiger
Mitgliedstaaten wird diesen Krankheiten zu wenig Aufmerksamkeit
geschenkt. Hier muss die Kommission tätig werden, um langfristige
Lösungen für die psychosozialen Risiken zu entwickeln", erläutert
Kadenbach, die die Stellungnahme für den Gesundheitsausschuss
verfasst hat. Ebenso ortet sie Handlungsbedarf im Bereich der
elektromagnetischen Strahlung, derzeit sei eine entsprechende
Richtlinie in Ausarbeitung. "Es bleibt zu hoffen, dass ein
ambitioniertes Ergebnis im Sinne der betroffenen Beschäftigten
erzielt wird und dass diese Richtlinie nach Abschluss des
Gesetzgebungsverfahrens rasch umgesetzt wird", bemerkt die
EU-Abgeordnete.

Regner, Mitglied im Sozialausschuss, betont: "Gerade in Zeiten der
Wirtschaftskrise neigen einige Unternehmen dazu, im Bereich der
Prävention und der Arbeitsplatzsicherheit zu sparen. Jeder
Arbeitnehmer hat aber das Recht, auf einen Arbeitsplatz, der seine
Gesundheit und sein Wohlbefinden nicht gefährdet. Es ist daher
erforderlich, auch in den kommenden Jahren Maßnahmen zu setzen, um
die Sicherheit der Beschäftigten zu erhöhen - und dies, unter
Einbeziehung der Arbeitnehmer und deren Vertreter." (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Sabine Weinberger, SPÖ-EU-Delegation, Tel.: 0043 1
40110 3612, e-mail: [email protected]

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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