• 15.12.2011, 11:38:41
  • /
  • OTS0139 OTW0139

Regner: Globalisierungsfonds gibt zu viel Geld für Landwirtschaft aus

SPÖ-Europaabgeordnete will EGF auf dessen Kernaufgaben für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschränkt sehen - Kritik an Renault

Wien (OTS/SK) - In der heute Vormittag geführten Debatte im
Straßburger EU-Parlament kritisierte die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn
Regner den "unausgewogenen Mitteleinsatz" beim Europäischen
Globalisierungsfonds (EGF). "Es ist nicht argumentierbar, warum fünf
Sechstel der Gelder des Globalisierungsfonds, also bis zu 83 Prozent
der Finanzmittel, für den Landwirtschaftssektor zugänglich gemacht
werden, wo doch die Landwirte nur vier Prozent der Arbeitnehmer in
Europa ausmachen und dieser Sektor ohnehin schon die meisten Gelder
bekommt", legt Regner, Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und
soziale Angelegenheiten, offen. Der Europäische Fonds für die
Anpassung an die Globalisierung wurde errichtet, um Arbeitnehmer, die
unter den Folgen weit reichender Strukturveränderungen im
Welthandelsgefüge, insbesondere der Wirtschafts- und Finanzkrise zu
leiden haben, zusätzlich dabei zu unterstützen, neue Arbeitsplätze zu
finden. ****

Das Europäische Parlament gibt heute auch den Weg für 24,5 Millionen
Euro frei, die aus dem Globalisierungsfonds kommen, konkret für
8.027 gekündigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Renault bzw.
Zulieferbetrieben (im Schnitt also rund 3.000 Euro pro Person).
Regner: "Hier handelt es sich um Umschulungs- und Beratungsmaßnahmen,
die direkt den betroffenen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern und
nicht dem Unternehmen zu Gute kommen. Gleichzeitig müssen diese
Kündigungen aber auch kritisch und genauer betrachtet werden." Trotz
der schlechten wirtschaftlichen Aussichten im ersten Halbjahr 2008
hat Renault seine weltweiten Verkäufe um 2,3 Prozent steigern können
und der Halbjahres-Nettogewinn des Unternehmens stieg von 1,07
Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Renault greift nun verstärkt
auf billigere Zeitarbeiter zurück." Die SPÖ-Europaabgeordnete will
verstärkt Mittel des EGF für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
bereitstellen, die von durch Krisen hervorgerufenen Kündigungen
betroffen sind. "Der Fall Renault zeigt, dass das Geld gut bei den
betroffenen Menschen aufgehoben ist, nicht aber unbedingt beim
Unternehmen selbst", so Regner. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel