OTS0136   13. Dez. 2011, 12:52

Auflösung der ÖVP-Besetzung in Linz

Die VGT-Blockade eines Büros in der ÖVP-Zentrale Linz wurde soeben gewaltsam beendet


Nachdem ÖVP-BauernvertreterInnen die Polizei gerufen
hatten, traten VP-Funktionäre ihre eigene, jedoch von den
TierrechtsaktivistInnen verbarrikadierte, Türe auf.

Dabei kam es zu tätlichen Angriffen von männlichen
Parteimitgliedern gegen eine weibliche Besetzerin. Der VGT-Sprecher
vor Ort wurde von der ÖVP unter dem Vorwand von "Verhandlungen" ins
Gebäude gebeten, doch dort wurde er sofort von der Polizei gestellt,
gegen seinen Widerspruch bis auf die Unterhose durchsucht um
schlussendlich seinen Ausweis zu sichten.

Danach wurden alle AktivistInnen aus dem Gebäude geleitet und
fordern nun vor der ÖVP-Zentrale weiter ein Ende der
Kastenstandhaltung.

Kastenstände sind schweinekörpergroße Metallgitter in die die
Mutterschweine eingesperrt werden. Die Schweine können sich darin
nicht einmal umdrehen, sondern nur gerade einmal aufstehen und sich
niederlegen. Ein Ausleben der artspezifischen ethologischen
Bedürfnisse ist für die Schweine unmöglich, weshalb die
Volksanwaltschaft festgestellt hat, dass diese Haltungsform dem
Tierschutzgesetz widerspricht. Sie kündigte deshalb an, noch in
diesem Jahr eine Klage vor dem Verfassungsgerichtshof einzubringen,
sollte es zu keinem Verbot dieser Haltungssysteme kommen. Die ÖVP
blockiert aber bisher weiterhin eine Veränderung der einschlägigen
Tierschutzverordnung.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0136 2011-12-13 12:52 131252 Dez 11 VGT0004 0198



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