• 12.12.2011, 16:25:49
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Kadenbach: Durban bringt Fortschritte, Zeitplan jedoch zu weit gefasst

Jedes Jahr Zögern bei Klimaschutz hat verheerende Folgen

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach sieht im
Kompromisspapier von Durban einen ersten Schritt in die richtige
Richtung, um künftig auf globaler Ebene den Klimawandel zu bekämpfen.
"Es ist gelungen, Staaten wie den USA, China oder Indien
Zugeständnisse abzuringen. Ein Erfolg, der auch auf den Druck der EU
zurückzuführen ist", betont Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss
des Europäischen Parlaments, am Montag gegenüber dem Pressedienst der
SPÖ. Zu kritisieren sei allerdings der auferlegte Zeitplan: So werde
erst 2012 ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls ausgearbeitet
werden, bis 2015 soll dann ein weiteres Abkommen folgen, dass auch
die Nicht-Kyoto-Staaten umfasst. Letzteres soll jedoch erst 2020 in
Kraft treten. ****

"Wir alle wissen, dass jedes Jahr Zögern beim Klimaschutz verheerende
Auswirkungen hat: Für die Umwelt und auch für die Volkswirtschaften,
die unter den Folgekosten zu leiden haben. Es stellt sich die Frage,
ob es ausreicht, wenn in den Ländern mit den höchsten CO2-Ausstoß
erst 2020 damit begonnen wird, ernsthafte Maßnahmen gegen den
Klimawandel zu ergreifen", so die SPÖ-Politikerin, die anmerkt, dass
die angepeilte Begrenzung der Erderwärmung um zwei Grad so wohl nicht
erreichbar sein werde.

Ebenso bedauerlich sei, dass im Bereich des Waldschutzes kein
wesentlicher Fortschritt erreicht wurde. "Der tägliche Verlust von
Waldflächen trägt zur Beschleunigung des Klimawandels bei. Es muss
daher ambitionierte Maßnahmen geben, um den Schutz des Waldes
sicherzustellen. Durban hat diesbezüglich keinen Erfolg gebracht",
sagt Kadenbach. Sie fordert abschließend die Verantwortlichen in der
Europäischen Union auf, weiterhin den Klimaschutz mit aller
Konsequenz zu verfolgen. "Das Nachfolgeabkommen von Kyoto muss ein
Erfolg werden. Nur wenn es gelingt, klare Ziele zu definieren, werden
auch die anderen Staaten bereit sein, dem Beispiel zu folgen",
bemerkt die Europaparlamentarierin abschließend. (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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