- 07.12.2011, 16:45:00
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FPÖ-Podgorschek: Vorgänge um Verkauf von Republikeigentum sind dringend aufklärungsbedürftig!
Dubioser Verkauf von Teilen des TÜPL Treffling soll anscheinend schnell im Verborgenen abgewickelt werden
Wien (OTS) - "Wie mir zugetragen wurde, soll der Verkauf von
Teilen des Truppenübungsplatzes Treffling schnell abseits der
Öffentlichkeit abgewickelt werden. Die Hintergründe dieses Verkaufes
sind dabei jedoch höchst dubios", erklärt der freiheitliche NR
Abgeordnete aus Ried im Innkreis und Finanzsprecher Elmar
Podgorschek.
Nachdem inzwischen aber dennoch Informationen durchgesickert seien,
hätten die Verantwortlichen inzwischen anscheinend die Absicht ihr
Geschäft noch schnell über die Bühne zu bringen, bevor es weitere
Wellen schlage. "Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht über die genauen
Hintergründe informiert zu werden, wenn Grundstücke der Republik
Österreich um 32 Cent pro Quadratmeter verkauft werden sollen. Ich
habe dazu bereits drei parlamentarische Anfragen eingebracht, um
Licht in diese Sache zu bringen", meint Podgorschek. Er werde in
dieser Sache nicht locker lassen, um jeglichen finanziellen Schaden
von der Republik Österreich fernzuhalten.
Zu den Hintergründen sei folgendes zu sagen:
Gemäß einer Meldung der Tageszeitung "Neue Kronenzeitung" vom 01. 12.
2011 soll ein Teil des Truppenübungsplatzes Treffling in
Oberösterreich verkauft werden. Es handelt sich gemäß diesem Bericht
um ein 21 Hektar großes Areal, als Kaufpreis werden 32 Cent pro
Quadratmeter genannt. Das Areal gehört zumindest teilweise zum Gebiet
der Stadtgemeinde Linz.
Teile des TÜPL Treffling - insgesamt 7,2 Hektar - sind seit 1962 an
den "Club der oberösterreichischen Jagd- und Tontaubenschützen"
verpachtet, der dort einen Schießplatz unterhielt oder noch
unterhält. Gemäß eines Gutachten des Umweltbundesamtes vom Juli 2007
kam es durch die intensive Nutzung dieses Schießplatzes zu einer
Kontamination des Bodens mit verschiedenen Schadstoffen, insbesondere
Blei als Hauptbestandteil der verwendeten Munition, aber auch Arsen
und Antimon. Weiter wurde das Areal auch durch Bestandteile der
Tontauben wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
verunreinigt. Trotz der Verunreinigung des Bodens ist jedoch eine
erhöhte Gefährdung des Grundwassers nicht gegeben. Das
Umweltbundesamt schätzte das Ausmaß der belasteten Zone mit rund 6,5
- 7 Hektar ein, wobei auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar die
oberste Bodenschicht als hoch belastete eingestuft wurde.
Das bedeutet das nur ungefähr ein Drittel des zum Verkauf stehenden
Areals belastet sei. Als Käufer der 21 Hektar großen Fläche wird in
Medienberichten der Betreiber des Schießplatzes angeführt. Das
Bundesheer wolle sich die Dekontamination des Geländes ersparen und
es deswegen verkaufen.
Das betroffene Gelände gehört zur Gemeinde Linz und befindet sich in
einem Gebiet mit großem Wachstumspotential. Das nahe gelegene
Engerwitzdorf zählt zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden
Österreichs. Der ortsübliche Preis für Grünland in dieser Umgebung
liegt deswegen bei vier Euro, was das 12,5 fache des kolportierten
Preises von 32 Cent ist. Anbetracht der guten Verkehrsanbindung, der
Schönheit der Landschaft sowie der zu erwartenden weiteren
Besiedelung ist von einer weiteren Wertsteigerung von Gründen in
diesem Gelände auszugehen.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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