- 07.12.2011, 11:23:10
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Österreichs Kinder- und JugendanwältInnen zeigen, wie Jugendliche über das Bildungsvolksbegehren denken
SchülerInnen stehen im hohen Ausmaß hinter den Forderungen des Volksbegehrens
Wien (OTS) - Um auch Schülerinnen und Schüler in der anhaltenden
Bildungsdiskussion zu Wort kommen zu lassen, initiierten die Kinder-
und JugendanwältInnen Österreichs eine Onlineumfrage zu den Anliegen
des Bildungsvolksbegehrens. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sich
Kinder und Jugendliche mit Bildungspolitik auseinandersetzen und
konkrete Vorstellungen haben, in welche Richtung sich ihre Schule der
Zukunft entwickeln soll. Die jungen TeilnehmerInnen können sich
mehrheitlich mit den Anliegen des Bildungsvolksbegehrens
identifizieren.
So stehen etwa 85 Prozent der 582 TeilnehmerInnen hinter der
Forderung, die Schulautonomie zu stärken. Fast alle Jugendlichen (93
Prozent) wünschen sich vermehrte Förderung ihrer individuellen
Talente und Begabungen sowie spezielle Unterstützung bei Problemen
oder Lernschwierigkeiten.
"Für uns war es interessant zu sehen, dass sich drei Viertel aller
befragten Jugendlichen dafür aussprechen, auch mit einer
abgeschlossenen Lehre die Uni besuchen zu dürfen. Daran erkennt man,
dass den Jugendlichen der Wert von Bildung durchaus bewusst ist",
sagt Wiens Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid. 71 Prozent der
Jugendlichen erachten es für wichtig, kostenlosen Förderunterricht zu
erhalten, anstatt eine Klasse wiederholen zu müssen. Hinter der
Forderung nach einer Ausweitung der Ganztagsschulen stehen nur 52
Prozent. 64 Prozent der Jugendlichen sprechen sich aber dafür aus,
die Entscheidung über ihren weiteren schulischen bzw. beruflichen Weg
erst mit 15, und nicht, so wie jetzt, bereits mit zehn Jahren treffen
zu müssen. Für zwei Drittel der Jugendlichen macht es Sinn,
behinderte SchülerInnen in die Regelschulen zu integrieren, anstatt
sie in eigenen Schulen zu unterrichten. Fast alle Jugendlichen (95
Prozent) wünschen sich eine sorgfältigere LehrerInnen-Auswahl sowie
eine fundiertere Ausbildung. 73 Prozent fänden es sinnvoll, dass mehr
psychologisch geschultes Personal an den Schulen eingesetzt wird. 4/5
der Jugendlichen erwarten sich künftig auch mehr Unterstützung für
Kinder mit nicht deutscher Muttersprache.
Die letzte Aussage, "Die Schule soll alle Kinder fair behandeln, egal
woher sie kommen, wie sie aussehen und welche Sprache sie sprechen.
Ziel ist eine Schule und eine Gesellschaft, in der alle Kinder die
gleichen fairen Chancen haben", bejahten 90 Prozent aller
teilnehmenden Jugendlichen.
Die Österreichischen Kinder- und JugendanwältInnen stellen anhand
dieser Ergebnisse fest, dass unsere Jugend wesentlich demokratischere
und sozial gerechtere Einstellungen zur Schule hat als viele
Erwachsene oder einige Interessensvertretungen. Daher wird die
ständige Konferenz der Österreichischen Kinder- und JugendanwältInnen
nicht müde werden, die Meinungen und die Interessen der Jugendlichen
Österreichs tatkräftig zu unterstützen.
Rückfragehinweis:
Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien
Dr. Anton Schmid
Tel.: (++43-1) 70 77 000
[email protected]
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