• 07.12.2011, 10:07:15
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FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Hackl: Lebensmittelbranche um einen Skandal reicher!

Nach "Dioxinfleisch" und "EHEC" erreicht die unendliche Gier nach Profiten auch die Bio-Erzeuger

Wien (OTS) - Zu einem weiteren Skandal in der Lebensmittelbranche
- italienische Bio-Lebensmittelproduzenten kaufen ihre Rohstoffe
teilweise in Rumänien aus konventionellem Anbau und 'veredeln' diese
im Zuge der Weiterverarbeitung zu Bio-Produkten - stellte heute der
Konsumentenschutzsprecher des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Ing. Heinz
Hackl, fest: "Durch die Vernetzung im europäischen Binnenmarkt wurden
diese Produkte auch auf dem österreichischen Markt den heimischen
Konsumenten als Bio-Produkte verkauft." Für Hackl erreicht mit diesem
Skandal nach dem "Dioxinfleisch"- und dem "EHEC"-Skandal die
unendliche Gier nach Profiten auch die Bio-Erzeuger.

"Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass mit einem
hoheitlichen Gütesiegel die österreichische Herkunft von
Lebensmitteln bescheinigt wird", fordert der
FP-Konsumentenschutzsprecher rasches Handeln. Die derzeit gültigen
Gütesiegel verunsichern und überfordern die Verbraucher. "Und sie
ermöglichen und erleichtern auch die immer wiederkehrenden Skandale."
Die Aussagen von Konsumentenschutz-Minister Hundstorfer, dass von
Seiten seines Ministeriums die Vorschläge für die Bereinigung dieses
Dschungels an Gütesiegeln fertig sei, aber mit
Landwirtschafts-Minister Berlakovich keine Gesprächsbasis gefunden
werde, "ist für die Konsumenten inakzeptabel." Noch am 30. November
habe Hundstorfer auf die Nachfrage seitens Hackl hinsichtlich des
aktuellen Standes der Gespräche, erklärt: "Es gibt nichts Neues!"

"Nicht nur im Interesse der heimischen Konsumenten, sondern auch für
unsere Landwirte ist dieser Zustand nicht mehr länger tragbar. Die
österreichischen Bauern bemühen sich, qualitativ hochwertige
Nahrungsmittel zu erzeugen. Skandale am laufenden Band - auch im
EU-Ausland - frustrieren nicht nur die Agrarier, sie sind für diese
auch existenzbedrohend. Immerhin müssen unsere Landwirte mit ihren
guten Produkten gegen falsch deklarierte Bio-Produkte aus dem Ausland
am freien Markt bestehen", schloss Hackl.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
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