• 06.12.2011, 09:30:43
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Grippeschutz bei Diabetes-PatientInnen besonders wichtig

Wien (OTS) - DiabetespatientInnen gehören als chronisch Kranke zu
besonderen Risikogruppen im Fall einer Influenza-Erkrankung. Deshalb
wird die Grippeschutzimpfung bei den Betroffenen als wesentliche
präventive Maßnahme besonders empfohlen. Eine jetzt im European
Journal of Public Health publizierte Studie der MedUni Wien mit
15.000 TeilnehmerInnen zeigt aber, dass in Österreich nur rund 30
Prozent gegen Grippe geimpft sind - und dass es einen
geschlechterspezifischen Unterschied gibt.

"Die Durchimpfungsrate mit Grippeimpfung bei DiabetespatientInnen
in Österreich ist leider besonders niedrig", sagt Studienleiter
Thomas Dorner vom Institut für Sozialmedizin (Zentrum Public Health)
der Medizinischen Universität Wien. Zudem habe sich ein
"beunruhigender Geschlechtsunterschied" gezeigt: Denn von den
männlichen Diabetikern in Österreich sind 39 Prozent gegen die
Influenza geimpft, bei den Frauen mit Diabetes sind es nur 30
Prozent.

Das bedeutet auch, dass die Wahrscheinlichkeit, gegen Grippe
geimpft zu sein, bei männlichen Diabetikern um 61 Prozent höher liegt
als bei Nichtdiabetikern, wogegen bei den Frauen kein Unterschied im
Durchimpfungsgrad zwischen Personen mit oder ohne Diabetes besteht.
Dorner: "Die gesammelten Daten legen den Schluss nahe, dass die
Durchimpfungsrate bei DiabetespatientInnen in Österreich deutlich
erhöht werden muss und dass es hier einen Gender Gap auszugleichen
gilt."

Eine Grippeerkrankung ist für DiabetespatientInnen, die ohnehin
anfälliger für Infekte sind, noch schwer wiegender als für
Nicht-DiabetespatientInnen, erklärt Alexandra Kautzky-Willer,
Professorin für Gender Medicine an der MedUni Wien: "Das Risiko,
Herzprobleme zu bekommen, ist weitaus größer."

Service: European Journal of Public Health
"Sex differences in coverage of influenza vaccinations in subjects
with diabetes mellitus and ischemic heart disease: trends two
decades." T.E. Dorner, E. Rasky, K. Stein, W. Stronegger, A.
Kautzky-Willer, A. Rieder. DOI 10.1007/s10354-010-0856-4.

Medizinische Universität Wien - Kurzprofil
Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der
traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten
Europas. Mit fast 7.500 Studierenden ist sie heute die größte
medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren
31 Universitätskliniken, 12 medizintheoretischen Zentren und
zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den
bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im
biomedizinischen Bereich. Für die klinische Forschung stehen über
48.000m2 Forschungsfläche zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Medizinische Universität Wien
   Mag. Johannes Angerer
   Leiter Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Fundraising 
   Tel.: +431 40160 - 11 501
   Mobil: +43 664 800 16 11 501
   mailto:[email protected]
   http://www.meduniwien.ac.at

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