- 05.12.2011, 13:11:15
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FPÖ-Podgorschek: Eigentum der Republik darf nicht verschleudert werden!
Verkauf von Teilen des Truppenübungsplatzes Treffling zum Schleuderpreis muss verhindert werden
Wien (OTS) - "Der kolportierte Verkauf von Teilen des
Truppenübungsplatzes Treffling um 32 Cent pro Quadratmeter stinkt
gewaltig zum Himmel. Es ist mir unerklärlich, dass Gründe am Rand der
Stadt Linz zu solchen Preisen verschleudert werden", erklärt der
freiheitliche NR Abgeordnete Elmar Podgorschek bezugnehmend auf
Meldungen, wonach 21 Hektar des TÜPL Treffling bei Linz zum oben
genannten Preis verkauft werden sollen. Dies käme einem Verkaufspreis
von 67200 Euro gleich.
Teile des TÜPL Treffling - insgesamt 7,2 Hektar - sind seit 1962 an
den "Club der oberösterreichischen Jagd- und Tontaubenschützen"
verpachtet, der dort einen Schießplatz unterhielt. Gemäß eines
Gutachtens des Umweltbundesamtes kam es durch die intensive Nutzung
dieses Schießplatzes zu einer Kontamination des Bodens mit
verschiedenen Schadstoffen, insbesondere Blei als Hauptbestandteil
der verwendeten Munition, aber auch Arsen und Antimon. Weiter wurde
das Areal auch durch Bestandteile der Tontauben wie polyzyklische
aromatische Kohlenwasserstoffe verunreinigt. Trotz der Verunreinigung
des Bodens ist jedoch eine erhöhte Gefährdung des Grundwassers nicht
gegeben. Das Umweltbundesamt schätzte das Ausmaß der belasteten Zone
mit rund 6,5 - 7 Hektar ein, wobei auf einer Fläche von etwa 2,5
Hektar die oberste Bodenschicht als hoch belastete eingestuft wurde.
Das bedeutet das nur ungefähr ein Drittel des zum Verkauf stehenden
Areals belastet seien. Als Käufer der 21 Hektar großen Fläche wird in
Medienberichten der Betreiber des Schießplatzes genannt. Gemäß
Medienberichten wolle sich das Bundesheer die Dekontamination des
Geländes ersparen und es deswegen verkaufen.
Das betroffene Gelände gehört zur Gemeinde Linz und befindet sich in
einem Gebiet mit großem Wachstumspotential. Das nahe gelegene
Engerwitzdorf zählt zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden
Österreichs. Der ortsübliche Preis für Grünland in dieser Umgebung
liegt deswegen bei vier Euro, was das 12,5 fache des kolportierten
Preises von 32 Cent ist. Anbetracht der guten Verkehrsanbindung, der
Schönheit der Landschaft sowie der zu erwartenden weiteren
Besiedelung ist von einer weiteren Wertsteigerung von Gründen in
diesem Gelände auszugehen.
"Die Beseitigung der Verunreinigung des Areal ist nach meiner
Auffassung ganz klar Aufgabe des Verursachers. Der Schützenclub hat
deswegen auch für die Behebung der Umweltschäden zu sorgen", weist
Podgorschek die Verantwortung für die Dekontamination klar dem
privaten Schützenclub zu. Es sei nicht vorstellbar, dass die
Allgemeinheit den Preis für die Schäden, die Private verursacht
hätten, tragen müsse.
"Außerdem ist eben nur ein Drittel des zum Verkauf stehenden Gebietes
verunreinigt. Bei den restlichen 14 Hektar handelt es sich um ein
Areal in bester Lage mit großem Wachstumspotential", stellt
Podgorschek fest.
Zusammenfassend sei zu sagen, dass ein privater Verein über
Jahrzehnte hinweg ein Gebiet verschmutzt und große Umweltschäden
angerichtet habe. Anstatt diesen Verein jetzt zur Beseitigung der
Schäden anzuhalten, würde ihm jetzt als Belohnung auch noch ein
ungleich größeres Areal fast geschenkt. "Gerade in Zeiten des
Spardruckes, der auf unserem Land lastet, ist dieser Vorgang nicht
hinnehmbar. Dies kann man nur als riesige Schweinerei zu bezeichnen.
Überhaupt stellt sich mir die Frage, wer denn die Nutznießer dieser
Sache sind. Ich werde es nicht zulassen, dass die Allgemeinheit hier
derartig übers Ohr gehauen wird", erklärt Podgorschek und kündigt
gleichzeitig an, die weiteren Hintergründe aufzuklären.
"Entsprechende parlamentarische Anfragen zu diesen Geschehnissen an
die zuständigen Minister werden im Zuge der dieswöchigen
Plenarsitzung von mir eingebracht. Ich kann den Bürgern in unserem
Land versichern, mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln gegen
diesen höchst dubiosen Vorgang anzukämpfen", schließt Podgorschek.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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