• 02.12.2011, 12:45:01
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Leichtfried/Kadenbach: Liberalisierungspläne für Bodenabfertigung werden zu Verschlechterungen für Arbeitnehmer und Passagiere führen

EU-Parlament wird Kommissionsvorschlag genau prüfen

Wien (OTS/SK) - Der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten,
Jörg Leichtfried, und die Europaparlamentarierin Karin Kadenbach
stehen den gestern vorgestellten Plänen von Verkehrskommissar Siim
Kallas zur Neuregelung der Bodenabfertigung an Flughäfen kritisch
gegenüber: "Die Liberalisierung der Flughafen-Bodenabfertigung wird
zu einer Verschlechterung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
führen. Geringere Löhne und schlechtere Beschäftigungsverhältnisse
werden die Folge sein. Bereits in vielen anderen Bereichen hat man
gesehen, dass bei Liberalisierungsmaßnahmen vor allem die
Arbeitnehmer unter Druck geraten." ****

"Das EU-Parlament wird das Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Kapazität
auf europäischen Flughäfen genau prüfen und auf etwaige Schwächen
aufmerksam machen", so Jörg Leichtfried am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Er gibt der Befürchtung Ausdruck, dass nicht nur
die Arbeitnehmer, sondern auch die Passagiere unter den geplanten
Liberalisierungsschritten leiden könnten. "Wenn schlecht ausgebildete
Arbeitskräfte herangezogen werden, nur weil sie billiger kommen, dann
wird dies nicht dazu beitragen, Verzögerungen an den Flughäfen zu
vermeiden. Vielmehr besteht die Gefahr, dass die Qualität sinkt",
sagt Leichtfried. Er verweist darauf, dass er im Verkehrsausschuss im
Rahmen seiner Möglichkeiten versuchen wird, die Liberalisierungspläne
abzuwenden.

Die niederösterreichische EU-Abgeordnete Kadenbach betont: "Der
Flughafen Wien Schwechat ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Wir müssen dafür Sorge tragen, dass dort auch künftig qualitativ
hochwertige Arbeitsplätze angeboten werden." Sie äußert Verständnis
für die bereits im Oktober abgehaltenen Betriebsversammlungen am
Flughafen und versichert, dass "unsere Solidarität den
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gilt". (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Sabine Weinberger, SPÖ-EU-Delegation, Tel.: 0043 1
40110 3612, e-mail: [email protected]

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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