- 02.12.2011, 10:36:59
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Bayr und Königsberger-Ludwig zum Weltbehindertentag: "Mehr barrierefreie Entwicklungszusammenarbeit"
Besondere Bedürfnisse von der Planung bis zur Evaluierung beachten
Wien (OTS/SK) - "Jeder fünfte der weltweit ärmsten Menschen hat
eine Behinderung. Daher sollten alle entwicklungspolitischen
Programme zur Armutsbekämpfung auch barrierefrei gestaltet werden",
fordern Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung
und Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen
mit Behinderung, unisono anlässlich des Weltbehindertentages am 3.
Dezember. ****
Österreich hat zwar 2008 bereits die UN-Konvention über die Rechte
von Menschen mit Behinderung und 2010 auch das Zusatzprotokoll
ratifiziert, dennoch fehlt eine effektive Einbindung in das
Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
(OEZA). "Die OEZA finanziert zwar Einzelprojekte zur Förderung von
Menschen mit Behinderung, es gibt aber keine systematische allgemeine
Verankerung der Miteinbeziehung von Menschen mit Behinderung in
EZA-Projekten", so Ulrike Königsberger-Ludwig.
"Menschen mit Behinderung müssen in allen Phasen der
Entwicklungszusammenarbeit in Planung, Durchführung, Monitoring und
Evaluierung beteiligt und berücksichtigt werden", betont Bayr. Sie
erinnert in diesem Zusammenhang an die besondere Situation von
Menschen mit Behinderung in den Entwicklungsländern. "Es ist kein
Zufall, dass 80 Prozent aller Menschen mit Behinderung in
Entwicklungsländern leben. Vielmehr sind es medizinische
Unterversorgung, Hunger und schlechte arbeitsrechtliche Regelungen,
welche einen Großteil der Behinderungen in den ärmsten Ländern der
Welt verursachen und bislang konnte die internationale
Entwicklungszusammenarbeit diese Menschen auch nur besonders schlecht
erreichen", betont die SPÖ-Abgeordnete.
Königsberger-Ludwig und Bayr fordern daher gemeinsam eine verstärkte
Implementierung der Rechte von Menschen mit Behinderung in die
österreichische Entwicklungszusammenarbeit. "Es muss klar gemacht
werden, dass auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit
Behinderungen stärker Rücksicht genommen werden muss. Das sind
immerhin über eine halbe Milliarde Menschen, die ebenfalls an den
Erfolgen der Millenniumsziele teilhaben möchten", so
Königsberger-Ludwig. (Schluss) sv/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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