• 01.12.2011, 14:31:10
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Neue Mittelschule: Mayer ortet "erschreckendes Unwissen bei grünem Bildungssprecher Walser"

Teamteaching und individuelle Förderung gesichert - Mehr Schulautonomie - NMS-Zeugnis hat gleichen Wert wie AHS-Zeugnis

Wien (OTS/SK) - Mit Unverständnis reagiert SPÖ-Bildungssprecher
Elmar Mayer auf die jüngsten Aussagen des grünen Bildungssprechers
Walser. "Unwahrheiten werden auch durch Wiederholung nicht wahrer.
Die Ausführungen Walsers offenbaren erschreckendes Unwissen in Sachen
Neue Mittelschule", sagt Mayer heute, Donnerstag, gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Das zeige sich unter anderem daran, dass sich der
grüne Bildungssprecher auf eine Lehrplanverordnung bezieht, "die er
gar nicht kennen kann, da diese Verordnung derzeit überarbeitet wird.
Statt sich in Hellseherei zu ergehen, sollte Walser den
Gesetzesentwurf zur Neuen Mittelschule studieren. Dann würde er
schnell erkennen, dass seine Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind",
betont Mayer. ****

"Völlig gegenstandslos" seien etwa die Ausführungen Walsers zu
Übertrittschancen an die AHS: "In der Praxis wird völlige
Chancengleichheit herrschen, wenn das Gesetz zur Neuen Mittelschule
in Kraft tritt. Durch die ersatzlose Streichung der 3. Leistungsstufe
etwa werden die Chancen von etwas schwächeren Schülerinnen und
Schülern sogar deutlich verbessert. Und statt der starren Fesseln der
Leistungsgruppe 1 und 2, die wirklich Bildungskarrieren behinderten,
kann jedes Kind jederzeit nach der vertieften allgemeinen Bildung
benotet werden, weil die Schülerinnen und Schüler ja im Gegensatz zur
Hauptschule gemeinsam unterrichtet und individuell gefördert werden.
Damit steigen die Chancen der NMS-Schülerinnen und -schüler. Wer
anderes behauptet, verbreitet bewusst Schauermärchen", sagt Mayer.

"Nicht aussagekräftig" sei auch der Bezug Walsers auf das
Notenbewertungsmodell des Landesschulrats Vorarlberg: "Dieses total
länderspezifisch Modell wird im Sommer durch das NMS-Gesetz komplett
ersetzt". Aussagen, wonach Teamteaching und individuelle Förderung
durch das Gesetz gefährdet seien, wertet Mayer als "verantwortungslos
und völlig an den Haaren herbeigezogen. Diese und eine Vielzahl
weiterer Maßnahmen für die innere Differenzierung und
Individualisierung sind im Gesetzesentwurf explizit festgelegt,
nämlich in Paragraph 31a, Absatz 2. Allein durch diese Bestimmung
wird etwa der Umfang der Schulautonomie ausgeweitet, statt
eingeschränkt, wie Walser behauptet", so Mayer. Überdies sei das
Teamteaching natürlich finanziell abgesichert: "Das sollte eigentlich
jeder wissen, der als Abgeordneter bei den Debatten zum Budget und
zum Bundesfinanzrahmengesetz zugehört hat."

"Es ist schade, dass die Grünen ein völlig neues pädagogisches
Konzept, das die Interessen und Begabungen unserer Kinder in den
Mittelpunkt stellt, wider besseres Wissen schlechtreden", so Mayer.
(Schluss) mb/ah

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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