• 30.11.2011, 12:30:50
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FPÖ-Gartelgruber: Anrechnung von Karenzzeiten muss für alle Kollektivverträge verbindlich werden

Neuer Kollektivvertrag im Handel erfüllt freiheitliche Forderung

Wien (OTS) - "Es ist erfreulich, dass Karenzzeiten im neuen
Kollektivvertrag für die Handelangestellten berücksichtigt werden.
Damit wird eine wichtige freiheitliche Forderung erfüllt",
kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen
Gartelgruber den gestrigen Abschluss dieses Kollektivvertrages. Damit
würde ein Teil der Benachteiligungen von Müttern und Arbeitnehmern,
die sich um ihre Angehörigen kümmern, beseitigt. In der Mehrzahl
seien Frauen betroffen, für die die neue Regelung eine klare
Verbesserung darstelle. Sowohl letztes als auch dieses Jahr legte
Gartelgruber entsprechende Anträge vor, die allerdings mit den
Stimmen der Regierungsparteien abgelehnt worden waren. "Umso mehr
freut es mich, dass diese Forderung zumindest in einem Bereich jetzt
umgesetzt zu sehen. Die Sozialpartner haben offensichtlich die
Notwendigkeit unseres Vorschlages erkannt", erklärt Gartelgruber.

Dennoch sei zu bemängeln, dass es weiterhin keine österreichweite
einheitliche Regelung gebe. "Ich plädiere klar für einen
Gesetzesbeschluss des Nationalrates. Es gibt in Österreich noch immer
Branchen, in denen Karenzzeiten nicht in den Kollektivverträgen
anerkannt werden", meint Gartelgruber. Es handle sich dabei um eine
bundesweite Angelegenheit, die vom Parlament geregelt werden solle.

Eine derartige Regelung sollte zudem einen Ausgleich für die
Mehrbelastung der Wirtschaftstreibenden enthalten. "Menschen, die in
Karenz gehen, erbringen eine Leistung für unsere Gesellschaft. Dies
ist zu honorieren. Die Kosten dafür allein auf die Unternehmen
abzuwälzen, halte ich jedoch weder für gerecht noch für sinnvoll",
erklärt Gartelgruber. Die Berücksichtigung von Karenzzeiten in
Kollektivverträgen erleichtere die vielbeschworene bessere
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sei deswegen wichtig für
unsere Gesellschaft als Ganzes.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
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