• 28.11.2011, 12:21:57
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Gemeinsam gegen Gewalt im Job - Vorzeigebetrieb vor den Vorhang

Frauenministerin und Gewerkschaft vida in der Privatklinik Goldenes Kreuz

Wien (OTS/vida/ÖGB) - Seit zwei Jahren setzt sich die Verkehrs-
und Dienstleistungsgewerkschaft vida mit der Initiative "Tatort
Arbeitsplatz" aktiv gegen die Gewalt im Job ein. Das erste
Unternehmen, in dem die von vida ausgearbeitete Betriebsvereinbarung
für ein partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz zwischen
Betriebsrat und Geschäftsführung unterzeichnet wurde, ist die
Goldenes Kreuz Privatklinik. Im Rahmen der internationalen Kampagne
"16 Tage gegen Gewalt an Frauen" besuchten Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske heute den
Vorzeigebetrieb.++++

"Das Unternehmen hat eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, zum Beispiel
die Schulung von Führungskräften und Krankenpflegepersonal im guten
Umgang miteinander. Damit ist die Privatklinik ein Vorbild in der
Prävention von Gewalt, an dem sich andere Betriebe ein Beispiel
nehmen sollten", sagte vida-Vorsitzender Rudolf Kaske bei dem
Betriebsbesuch.

Wie in der Betriebsvereinbarung vorgesehen, hat die Privatklinik auch
eine innerbetriebliche Beratungsstelle eingerichtet, an die sich
Betroffene von Gewalt vertraulich wenden können. Als "Gewalt" werden
in der Betriebsvereinbarung sowohl verbale Gewalt in Form von
Beschimpfungen und diskriminierenden Äußerungen gewertet als auch
körperliche Gewalt und Mobbing sowie sexuelle Belästigung.

"Durch den Abschluss der Betriebsvereinbarung und die nachfolgenden
Schulungen haben wir eine Sensibilisierung für den wertschätzenden
Umgang miteinander erreicht", berichteten Andrea Strobl, die als
Betriebsratsvorsitzende am 17. Dezember 2009 den Abschluss der
Betriebsvereinbarung erreichte und ihre Nachfolgerin im Betriebsrat,
Olga Milter. Auch Verhaltensregeln, wie damit umzugehen sei, wenn der
Gewalttätter von außen komme, also ein Patient oder ein Besucher ist,
seien eingeführt worden.

"Wir sind sehr um ein gutes Arbeitsklima bemüht. Deshalb haben wir
Präventionsmaßnahmen wie die Schulung der MitarbeiterInnen ergriffen.
Sollte es trotzdem zu einem Vorfall kommen, sind der richtige Umgang
mit der Situation und die Aufarbeitung durch Gespräche und
Supervision wesentlich. Die innerbetriebliche Beratungsstelle ist
dafür sehr hilfreich", erklärte die Geschäftsführerin der
Privatklinik, Cornelia Obermeier.

Im Rahmen der Initiative "Tatort Arbeitsplatz. Gib der Gewalt im Job
keine Chance" bietet vida den betroffenen Gewerkschaftsmitgliedern
(www.tatortarbeitsplatz.at) Beratung und Hilfe an. Neben der
erwähnten Musterbetriebsvereinbarung gibt es Konfliktmanagementkurse
sowie finanzielle Unterstützung und eine Erstberatung durch
ExpertInnen für Mitglieder, die von Mobbing oder Gewalt am
Arbeitsplatz betroffen sind.

Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
[email protected]
www.vida.at

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