- 27.11.2011, 13:06:12
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Rekordblockade: Tausende Atomgegner blockieren Castor-Transport seit über 92 Stunden
GLOBAL 2000-AktivistInnen beteiligt an Gleis- und Straßenblockaden
Gorleben (OTS) - Noch nie konnte der Castor-Transport so lange
aufgehalten werden - die Fahrt der Atommüll-Behälter nach Gorleben
dauert inzwischen schon länger als 92 Stunden - der Rekord des
Vorjahres ist also gebrochen. Und es geht weiter: Zusammen mit
tausenden BürgerInnen versuchen GLOBAL 2000-AktivistInnen, die
Weiterfahrt der Atommüll-Container auf der Straße in das
Zwischenlager im norddeutschen Gorleben zu blockieren. "Das
Zwischenlager ist nicht für die Aufnahme weiterer 120 Tonnen Atommüll
geeignet: Bereits im August wurden erhöhte Strahlenwerte am Zaun um
das Areal gemessen, die die Überschreitung des Jahresgrenzwerts
befürchten lassen. Dieses hochriskante Problem wurde einfach nur
durch eine Umgruppierung der Atommüll-Container 'gelöst'. Dies ist
kein verantwortungsvoller Umgang mit Müll, der noch für viele tausend
Generationen nach uns hochradioaktiv sein wird", warnt Reinhard
Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000 vor Ort.
"Wir tragen die Verantwortung für den Atommüll, den wir der Zukunft
hinterlassen!"
Das in den abgebrannten Brennelementen enthaltene Plutonium, das in
den Behältern in Glas eingeschmolzen wurde, ist noch für 240 000
Jahre radioaktiv. Das Salzbergwerk in Gorleben, dessen Eignung als
endgültiges Lager für Atommüll immer noch erkundet werden soll, hat
Kontakt mit wasserführenden Schichten - durch Wasserkontakt würden
die Behälter verrosten, durch Druck das umschließende Glas brechen
und das Plutonium in die Umwelt freisetzen. "Bereits ein Millionstel
Gramm Plutonium verursacht bei Menschen mit Sicherheit Krebs - wir
tragen die Verantwortung für den Atommüll, den wir der Zukunft
hinterlassen. Gorleben ist ein fatales Experiment", so Uhrig.
Österreich auch für Atommüll verantwortlich
"Auch Österreich ohne eigenes Atomkraftwerk ist mitverantwortlich: 6
Prozent unseres Stroms kommt aus Atomkraftwerken - selbst nach der
Fukushima-Katastrophe hat sich daran noch nichts geändert. Wir
fordern eine verantwortliche Lagerung des Atommülls - und endlich ein
Atomstrom-Importverbot für Österreich." Die UmweltschützerInnen sind
erfreut darüber, dass eine österreichische Nationalratsabgeordnete,
Christiane Brunner, die Umweltsprecherin der Grünen, ebenfalls an
Aktionen im Wendland teilnimmt und auch die Bemühungen zu einem
Verbot von Atomstrom in Österreich unterstützt.
Fotos von den Aktionen (laufende Aktualisierung)
http://www.flickr.com/photos/global2000/
Atomcampaigner (vor Ort in Gorleben): Reinhard Uhrig 0043/699/14 2000
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Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller/Simonne Baur
Tel.: +43 699 1 42000 20/ +43 699 1 42000 23
mailto:[email protected]
www.global2000.at
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