- 25.11.2011, 11:37:45
- /
- OTS0129 OTW0129
FPÖ-Gartelgruber: Gewalt darf niemals verharmlost und toleriert werden!
Heute Beginn der Kampagne gegen Gewalt - Gewalt an Frauen ist in Österreich leider immer noch traurige Tatsache
Wien (OTS) - Anlässlich der heute beginnenden Kampagne gegen
Gewalt macht FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber
nachdrücklich darauf aufmerksam, dass Gewalt an Frauen in Österreich
leider immer noch traurige Tatsache sei. "Gewalt an Frauen ist in
Österreich leider immer noch traurige Tatsache. Diese Gewalt hat
viele Gesichter. Körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt, aber
auch Diskriminierung am Arbeitsplatz. Laut Schätzungen ist in
Österreich jede fünfte Frau von häuslicher Gewalt betroffen. Mir ist
es ein besonderes Anliegen, dass dieses Thema nicht tabuisiert wird,
sondern dass wir Frauen Mut machen, auch darüber zu sprechen. Aber
viele Frauen schweigen aus Scham. Damit wird auch das
Unrechtsempfinden der Männer nicht weniger", so Gartelgruber.
"Einen besonderen Beitrag von Gewalt betroffenen Frauen zu helfen,
leisten unsere Frauenhäuser und Interventionsstellen gegen Gewalt.
Doch hier besteht großer Handlungsbedarf!", hält Gartelgruber fest.
Die Basisfinanzierung der rund 30 bundesweiten Frauenhäuser falle
grundsätzlich in die Zuständigkeit der Länder. Die vom Bund zur
Verfügung gestellten Budgetmittel seien mit 7.500 Euro beschränkt,
was leider viel zu wenig sei. Aus diesem Grund forderte Gartelgruber
bereits mittels Entschließungsantrag an Frauenministerin
Heinisch-Hosek, eine Bedarfsprüfung bei den bestehenden Frauenhäusern
und eine allfällige Erhöhung der finanziellen Unterstützung
vorzunehmen.
Auch die versprochenen Notwohnungen für Frauen, die von Zwangsheirat
betroffen sind, ließen leider immer noch auf sich warten, sagt
Gartelgruber und weist diesbezüglich auch auf eine dringend
notwendige Studie zum Thema Zwangsverheiratung hin, welche sie von
Heinisch-Hosek nach dem Vorbild der in Deutschland veröffentlichten
Studie fordere. "Aber auch die Einführung des Straftatbestandes der
Zwangsehe wäre dringend notwendig. Damit würde in Österreich ein
sichtbares Signal gesetzt werden, dass wir diese Art von Gewalt an
Frauen nicht tolerieren."
Eine weitere Form von Gewalt an Frauen sei Zwangsprostitution. Gerade
die jüngsten Fälle eines bulgarischen Menschhändlerringes zeigten die
Brisanz und Aktualität dieses Themas auf. "Zwangsprostitution und
Menschenhandel gehen oft Hand in Hand. Auch in diesem Fall wurde
wieder die 'Loverboymethode' angewandt, vor der ich bereits im Sommer
gewarnt habe. Leider wurde meine Warnung vor diesem in Österreich
noch eher unbekannten Phänomen von einigen Medien nicht ganz so ernst
genommen und eher ins Lächerliche gezogen", so Gartelgruber.
Des Weiteren fordert die freiheitliche Frauensprecherin eine
Verschärfung der Strafen für Sexualstraftäter im Allgemeinen. Auch
die Verjährungsfristen sollten ausgedehnt werden. Dazu seien
vorzeitige bedingte Entlassung und diverse Hafterleichterungen zu
erschweren oder gänzlich zu streichen. "Opferschutz und
Generalprävention müssen in schwerwiegenden Fällen unbedingten
Vorrang vor den Persönlichkeitsrechten der Täter genießen", hält
Gartelgruber fest und betont, dass Gewalt in welcher Form auch immer,
nicht verharmlost und toleriert werden dürfe. "Wir haben noch sehr
viel zu tun. Und ich als Frauensprecherin und Obfrau der Initiative
Freiheitlicher Frauen 'iff' habe mir als Ziel gesetzt, dieses Thema
immer wieder anzusprechen und auch Frauen Mut zu machen!"
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






