- 24.11.2011, 09:40:07
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ÖGB: Augen vor der Arbeitsmarktrealität zu verschließen, bringt uns nicht weiter
Betriebe müssen ihre Verantwortung wahrnehmen
Wien (OTS/ÖGB) - Nur ein Drittel der Frauen über 55 Jahren hat
einen Job, viele davon arbeiten Teilzeit. "Frauen kämpfen sich mit
schlecht bezahlten Jobs bis zur Pension durch, wenn sie nicht
arbeitslos sind. Eine vorzeitige Anhebung des
Frauen-Pensionsantrittsalters würde ihr Leiden nur verlängern", sagt
ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht. Zunächst müssten mehr
Arbeitsplätze geschaffen werden, die ein langes, gesundes arbeiten
möglich machen. "Fehlende Arbeitsplätze, Altersdiskriminierung,
krankheitsbedingtes Ausscheiden und geringe Frauenpensionen lösen wir
nicht durch die gesetzliche Anhebung auf dem Papier, die Betriebe
müssen erst ihren Beitrag leisten."++++
Auch von Zwangspensionierungen könne keine Rede sein. "Wenn Frauen
länger arbeiten wollen und zwangspensioniert werden, liegt das in der
Verantwortung der Betriebe, ihre Praxis zu ändern", bekräftigt die
Frauenvorsitzende. Auch habe es bisher nur Einzelfällen in höheren
Positionen gegeben und betreffe nicht die Mehrheit der Frauen.
Ruprecht: "Deshalb das Pensionssystem vorgezogen ändern zu wollen und
die Mehrheit der Frauen in die Arbeitslosigkeit zu schicken, ist
verantwortungslos."
Rückfragehinweis:
ÖGB-Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Katja Dämmrich
Tel.: 01 53444-39265
E-Mail: [email protected]
www.oegb.at
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