- 21.11.2011, 14:37:02
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Gesundheits- und Sozialberufe: Deutliche Erhöhung der Realeinkommen gefordert
Durch Verbesserung bei Anrechnung von Karenzzeiten und Vordienstzeiten Einkommensschere schließen
Wien (OTS/GPA-djp/vida) - Beim Start der heurigen
Kollektivvertragsverhandlungen heute, am 21. November 2011, forderten
die Gewerkschaften GPA-djp und vida eine deutliche Erhöhung der
realen Einkommen für die etwa 90.000 Beschäftigten im privaten
Gesundheits- und Sozialbereich. "Der Kostendruck im Gesundheits- und
Sozialbereich darf nicht auf die MitarbeiterInnen und damit in
letzter Konsequenz auf die zu Betreuenden abgewälzt werden!",
erklären die Verhandlungsführer von GPA-djp und vida hinsichtlich der
stark angespannten Finanzierungssituation. Die Verhandlungen werden
am 7. Dezember fortgesetzt. ++++
"Gerade in diesem sensiblen Bereich muss die von den Beschäftigten
geleistete Arbeit entsprechend honoriert werden. Der
BAGS-Kollektivvertrag legt bundesweite Mindeststandards und eine
kontinuierliche Einkommensentwicklung für eine stetig steigende Zahl
von Beschäftigten fest. Diese Kontinuität darf auch heuer nicht aufs
Spiel gesetzt werden" fordert der stv. GPA-djp
Geschäftsbereichsleiter Reinhard Bödenauer. "Bei der
Einkommensentwicklung in den Pflege- und Betreuungsberufen gibt es
einen Aufholbedarf. Die Löhne und Gehälter liegen um 17 Prozent unter
dem branchenübergreifenden Durchschnittseinkommen", ergänzt
vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Guglberger.
Neben einer deutlichen Erhöhung der Realeinkommen fordern die
Gewerkschaften die Anrechnung von Karenzzeiten auf die Lohn- und
Gehaltsvorrückungen, eine Verbesserung bei der Anrechnung von
berufsfremden Vordienstzeiten, sowie die Miteinrechnung von variablen
Zuschlägen wie jene für Sonntags- und Nachtarbeit bei der Berechnung
des Weihnachts- und Urlaubsgeldes.
"Die Verbesserung bei der Anrechnung von Karenzzeiten auf die
Vorrückung in die nächste Lohn- bzw. Gehaltsstufe ist gerade für
diese Beschäftigtengruppe mit einem hohen Frauenanteil von großer
Bedeutung. Dasselbe gilt für die bessere Anrechnung von
Vordienstzeiten aus anderen beruflichen Tätigkeiten, denn im
Sozialbereich gibt es viele Beschäftigte, die vor ihrer Umschulung in
anderen Berufen tätig waren", erklärt Guglberger. "Beide Maßnahmen
stellen einen wichtigen Beitrag zum Schließen der Einkommensschere
dar", sagt Bödenauer.
BetriebsrätInnen stehen voll hinter den Forderungen
vida und die GPA-djp führten im Vorfeld der
Kollektivvertragsverhandlungen eine Umfrage unter den
BetriebsrätInnen aus der Branche durch. Dabei wurden diese drei
Forderungen von rund 90 Prozent der BetriebsrätInnen als "sehr
wichtig" bzw. "wichtig" erachtet.
Die Verhandlungen werden am 7. Dezember fortgesetzt. Der
Kollektivvertrag wird zwischen der Berufsvereinigung von
ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) sowie den
Gewerkschaften GPA-djp und vida verhandelt.
Rückfragehinweis:
GPA-djp Mag. Elisabeth Schnallinger Tel.: 05 0301-21386 Mobil: 05 0301-61386 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at Mag. Martina Fassler vida-Öffentlichkeitsarbeit Mobil: 0664/614 57 32 E-Mail: [email protected] www.vida.at
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