- 21.11.2011, 12:53:54
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SPÖ-Jugendenquete: Null Toleranz für Rassismus
Workshops und Diskussionen im Mittelpunkt der Jugendenquete der SPÖ Frauen und SPÖ Jugendorganisationen
Wien (OTS/SK) - Spannende Diskussion gab es bei der Jugendenquete
"Null Toleranz für Rassismus" am Samstag im ega-frauenzentrum in
Wien. Die Enquete wurde von den SPÖ Frauen in Zusammenarbeit mit den
Wiener SPÖ Frauen und den sozialdemokratischen Jugendorganisationen
AKS, Junge Generation, VSSTÖ, Sozialistische Jugend, Rote Falken und
FSG-Jugend veranstaltet. ****
In vier Workshops zu den Themen "Feminismus in Europa", "Frauen in
der rechten Szene", "Asyl- und Bleiberecht" und "Integration" wurden
Konzepte gegen rechte Strömungen diskutiert. Den Höhepunkt der
Enquete bildete die Abschlussdiskussion mit Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek, der Wiener Landtagsabgeordneten Nurten Yilmaz, Verena
Fabris von der Volkshilfe Österreich und Mari Steindl vom
Interkulturellen Zentrum Wien, moderiert von der SJ Wien Vorsitzenden
Irini Tzaferis. Gemeinsam mit dem Publikum wurden aktuelle Fragen
rund um das Thema diskutiert.
"Alle Menschen in diesem Land müssen lebenswerte und gerechte
Bedingungen vorfinden und die gleichen Chancen haben", betonte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Der Ansatz "Leistung durch
Integration" greife jedoch eindeutig zu kurz. "Denn Leistung darf
nicht nur über beruflichen Erfolg und Steuerleistung definiert
werden. Wichtig ist der Zusammenhalt aller in Österreich ", sagte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Die Wiener Landtagsabgeordnete Nurten Yilmaz erinnerte daran, dass
Österreich eine große Migrationsgeschichte habe, die für dieses Land
sehr positiv sei. "Österreich muss sich endlich zu seinen
Zuwanderinnen und Zuwanderern bekennen. Bei fremdenfeindlichen
Äußerungen muss ein Aufschrei durch dieses Land gehen", forderte
Yilmaz. Landesfrauensekretärin Nicole Berger-Krotsch verwies auf die
Wiener Charta für ein gutes Zusammenleben. In der Charta sollen die
zentralen Wertvorstellungen einer modernen und weltoffenen
Gesellschaft und die Spielregeln für ein gutes Zusammenleben in Wien
formuliert werden.
"Ein Staat wird daran gemessen, wie er mit den Schwächsten in der
Gesellschaft umgeht", sagte Mari Steindl, Geschäftsführerin des
Interkulturellen Zentrums in Wien. "Es ist notwendig, dass wir
endlich weg von der Diskussion über Integration hin zu jener über
Chancengerechtigkeit kommen", so Steindl.
Verena Fabris von der Volkshilfe Österreich sieht bei allen Ängsten,
die die Themen Asyl und Zuwanderung in der Bevölkerung auslösen, auch
viel Positives: "Mehr als 50 Prozent der Menschen sagen zum Beispiel,
dass Asylwerberinnen einen Zugang zum Arbeitsmarkt haben sollen. Das
stimmt optimistisch", so Fabris. Es sei notwendig, auch eigene
frauenspezifische Gründe für das Asylverfahren zu definieren wie zum
Beispiel Vergewaltigung im Krieg oder durch Amtsträger, drohende
Genitalverstümmelung oder häusliche Gewalt.
"Die Ereignisse in Deutschland oder rechtsradikale Sprüche, wie etwa
jüngst von FPÖ Generalsekretär Kickl sind erschütternd und zeigen,
wie wichtig und aktuell das Thema ist", so
Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz. (Schluss) sc/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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