OTS0163   18. Nov. 2011, 12:01

vida-Kaske: "Wir brauchen weder verlängerte Lehrzeiten noch Schmalspurausbildungen"

Tourismus muss mit moderner Ausbildung punkten, um konkurrenzfähig zu bleiben


"Weniger fachliche Inhalte zu bieten, wie die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien vorschlägt, kann nicht der Sinn einer soliden Lehrausbildung sein. Bei einer Modernisierung des Lehrplans sind wir aber jederzeit dabei", erklärte Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida in Richtung Arbeitgeber und Wirtschaftskammer. ++++

Die Duale Ausbildung habe sich nicht nur bewährt, sondern habe im Tourismus vor allem Zukunft - während die von Wirtschaftsseite oft proklamierte modulare Ausbildung dagegen zu einer unnötigen Verlängerung der Lehrzeit führen würde.

Neuere Entwickungen am Markt wie etwa die Ethnoküche, das ist die Spezialisierung auf z.B. chinesische oder italienische Küche, könnten in die Berufsbilder eingebaut werden, schlägt der Gewerkschafter vor. "Wir brauchen aber weder eine verlängerte Lehrzeit, noch eine Schmalspurausbildung", meint Kaske. Was die jungen Menschen im Tourismus weiterbringt, sind moderne Lehrinhalte, das heißt unter anderem, den Fokus auf Fremdsprachenausbildung, verstärkte IT-Ausbildung und Kommunikation zu legen.

Der Tourismus ist eine Branche, in der viele junge Menschen arbeiten. Die Jungen werden aber mit demografischer Sicherheit weniger, und um die Wenigen wird sich ein Konkurrenzkampf entwickeln, aus dem nur die Branchen und Unternehmen als Sieger hervorgehen, die den BerufsanfängerInnen eine solide Ausbildung bieten und gleichzeitig mit guten Einkommens- und Arbeitsbedingungen punkten können", so Kaske abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0163 2011-11-18 12:01 181201 Nov 11 NGB0002 0234



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