- 17.11.2011, 10:03:23
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Europäischer Antibiotikatag - Kadenbach: Zunahme der Resistenzen besorgniserregend
Europäische Strategie zum besseren Einsatz von Antibiotika gefordert
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des morgen stattfindenden europäischen
Antibiotikatages fordert die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach einen
sorgsameren Umgang mit Antibiotika. "Die Resistenzen nehmen
europaweit zu, dies stellt eine Gefährdung der Gesundheit der
Bevölkerung dar und nimmt mittlerweile ein besorgniserregendes Ausmaß
an", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Volksgesundheit des
Europäischen Parlaments, am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der
SPÖ. Neben den gesundheitlichen Auswirkungen werden durch die Zunahme
der Resistenzen auch Kosten im Gesundheitswesen erhöht, da die
Behandlung von Krankheiten, die normalerweise durch gezielten Einsatz
von Antibiotika geheilt werden können, nun mit aufwändigeren Methoden
bekämpft werden müssen. ****
Kadenbach nennt als Gründe für die zunehmenden Resistenzen gegen
antimikrobielle Mittel die ungenügende Aufklärung der Patienten über
den Einsatz von Antibiotika sowie die zum Teil unkritische
Verschreibung durch Ärzte. "Eine Studie der Europäischen Union hat
gezeigt, dass 53 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass
Antibiotika Viren töten und 47 Prozent glauben, Antibiotika wirken
gegen Grippe und Erkältungen", erläutert Kadenbach. Ein weiteres
Problem ist der Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren; über die
Nahrungskette können die Resistenzen auf den Menschen übertragen
werden. "Auch in der Landwirtschaft muss daher ein erhöhtes Augenmerk
auf die richtige und maßvolle Verwendung von antimikrobiellen Mitteln
gelegt werden", betont die Europaparlamentarierin. Sie fordert daher
die Ausarbeitung von konkreten Strategien durch Expertinnen und
Experten der EU-Kommission zum umsichtigen Einsatz von Antibiotika,
zur besseren wissenschaftlichen Erforschung, zur Kontrolle der
Resistenzen sowie zu den möglichen Wechselwirkungen insbesondere im
Einsatz bei Tieren bzw. im Lebensmittelbereich. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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