OTS0208   15. Nov. 2011, 12:45

Nationalrat - Hundstorfer: Österreich bei Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit Vorbild in Europa

Bestätigung der österreichischen Jugendarbeitsmarktpolitik


Österreich ist bei der Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit Europameister. "Diese niedrigste
Jugendarbeitslosigkeit ist eine Bestätigung der
Jugendarbeitsmarktpolitik der österreichischen Bundesregierung." Das
sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Dienstag, im
Parlament. Mit der konsequenten Umsetzung der Arbeitsmarkpolitik für
Jugendliche trage Österreich auch dem Reformprogramm "Europa 2020"
Rechnung. Für den Minister ist klar: "Die Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit hat europäische Priorität." Österreich habe
hier dank einer Reihe richtiger und erfolgreicher Maßnahmen (z.B.
Ausbildungsgarantie, Aktion Zukunft Jugend) Vorbildwirkung,
bekräftigte Hundstorfer, der versicherte, dass Österreich bei der
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit nicht nachlassen werde. ****

Der Sozialminister verdeutlichte weiters, dass der Europäische
Sozialfonds (ESF) wesentlich zur Zielerreichung in Sachen
Jugendbeschäftigung beitrage - und das auf nationaler und auch auf
europäischer Ebene. Der ESF sei auch deshalb so erfolgreich, weil
mehrere Minister, das Arbeitsmarktservice, die Sozialpartner und auch
die Länder eingebunden sind. Mit Hilfe von ESF-Mitteln konnten
wichtige Angebote in Österreich eingerichtet werden, so Hundstorfer
mit Blick auf die Etablierung von 20 österreichischen
Produktionsschulen. Davon profitieren 2.000 Jugendliche, die pro Jahr
ins Erwerbsleben integriert werden können, erläuterte der Minister.
Die Finanzierung dieser Maßnahme sei auch für die Zukunft
abgesichert. Erfolgreich ist auch die duale Lehrausbildung: So gab es
Ende Oktober knapp über 120.000 betriebliche Lehrlinge und "einen
Anstieg der betrieblichen Lehrlinge im ersten Lehrjahr" um 1,9
Prozent. Aktuell ist zudem eine Novelle in Begutachtung, bei der es
darum geht, neue Projekte wie das "Lehrlingscoaching" zu etablieren.
Wichtig ist auch die Ausbildungsgarantie: Sie umfasse derzeit rund
10.500 Jugendliche, die zusätzlich in überbetrieblichen
Ausbildungsreinrichtungen ausgebildet werden, so der Minister.

Bei der "Aktion Zukunft Jugend" werden Jugendlichen zwischen 20 und
24 Jahren neue Chancen am Arbeitsmarkt eröffnet - und das durch
spezielle Qualifizierungen und das Nachholen von Bildungsabschlüssen.
"Vom 1. Jänner 2011 bis 31. Oktober haben wir dadurch fast 118.000
junge Erwachsene wieder in Beschäftigung gebracht", so Hundstorfer,
der klarmachte, dass rund 60.000 junge Erwachsene in
Qualifizierungsprogrammen sind. Das neue Programm "JUST neu"
ermöglicht niedrigqualifizierten jungen Arbeitslosen außerdem das
Nachholen von Bildungsabschlüssen.

Österreich leiste aber auch beim Übergang von Schule zum Beruf
"Pionierarbeit". So liege Österreich bei der Schulabbrecherquote zwar
um einiges unter dem EU-Durchschnitt, "doch sie ist trotzdem zu hoch.
Das gilt es zu verhindern, darum beginnen wir in Wien und der
Steiermark mit Jugendcoaching". Ziel sei es, diese Maßnahme auf alle
Bundesländer auszuweiten. Österreich setze zudem eine Reihe von
Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung von Jugendlichen mit
Behinderung. So bekommen 27.000 Jugendliche eine Förderung, weiters
gibt es u.a. begleitende Hilfen, Arbeitsassistenz und persönliche
Assistenz am Arbeitsplatz.

Bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit müsse jetzt gehandelt
werden, denn derzeit sind in der EU mehr als fünf Millionen
Jugendliche arbeitslos. "Die von mir vorgeschlagene Initiative
umfasst eine Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie für Jugendliche
zwischen 15 und 24 Jahren und die Einrichtung eines Fonds 'Zukunft
für die Jugend'", betonte der Minister. Dies solle aufbauend auf
bestehenden Erfahrungen (positive Beispiele z.B. in Österreich und
den Niederlanden) ab 2012 "rasch und unbürokratisch" geschehen. Es
brauche außerdem eine Aufstockung der Mittel für Jugendliche, "damit
nicht der Finanzkrise eine soziale Krise folgt", unterstrich der
Minister. Es gelte eine Antwort auf die Jugendbeschäftigungsprobleme
in Europa zu finden. "Österreich kann hier ein Vorbild sein - ganz
genau wissend, dass wir permanent mit unseren Aktivitäten weiter
machen müssen." Schließlich müsse ein Ziel erreicht werden: "Jeder
Jugendliche soll nach Absolvierung der Pflichtschule eine
weiterführende Ausbildung machen", sagte Hundstorfer. (Schluss) mb/gd

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0208 2011-11-15 12:45 151245 Nov 11 SPK0010 0576



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