- 15.11.2011, 10:41:24
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Nationalrat - Jarolim: "Hinschauen, nicht wegschauen"
Neues Gesetz gegen Grooming verbessert Kinderschutz
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim sagte am
Dienstag im Nationalrat, dass lediglich fünf bis zehn Prozent der
Gewaltvorfälle gegen Kinder vor Gericht kommen. "Hinschauen, nicht
wegschauen", appelliert Jarolim an alle, auf ihr Umfeld zu achten und
auch einmal nachzufragen, wenn etwa bei den Nachbarn ungewöhnliche
Geräusch zu hören sind. "Das sind wir unseren Kindern und der
Gesellschaft schuldig", unterstrich der SPÖ-Justizsprecher. Wichtig
sei es, die Strafen für Gewaltdelikte nicht nur zu verdoppeln oder zu
verdreifachen, denn damit sei noch nichts gewonnen. "Wichtig ist mehr
Effizienz, also mehr Verurteilungen", betonte der SPÖ-Justizsprecher.
Viele Verfahren werden eingestellt, das sei ein gesellschaftliches
Problem, an dem gearbeitet werden müsse. ****
Es ist wichtig, dass wir den Kinderschutz verbessern, dazu hat auch
das vorige Gewaltschutzpaket gegen Gewalt in der Familie, gegen
Kinder und Frauen, beigetragen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen
wurden jetzt abermals verbessert: Schon die Anbahnung von Kontakten
zu Kindern via Internet, dem sogenannten "Grooming", wird strafbar,
und auch Zwangsehen, die im Ausland geschlossen wurden, können in
Österreich verfolgt werden, wenn der Täter Österreicher oder in
Österreich ansässig ist. "Wir sind auf einem guten Weg", so Jarolim.
(Schluss) bj/tt
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Tel.: 01/53427-275
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