• 15.11.2011, 10:28:34
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Nationalrat - Binder-Maier: Kinderschutz hat absoluten Vorrang

Den Ursachen von Gewalt auf den Grund gehen - Alarmzeichen erkennen

Wien (OTS/SK) - Der Schutz von Kindern vor Misshandlung und Gewalt
hat absolute Priorität. Dabei geht es aber nicht nur um
Strafmaßnahmen, sondern auch um Forschung über die Ursachen von
Gewalt und etwaige Alarmsignale, betonte SPÖ-Familiensprecherin
Gabriele Binder-Maier heute, Dienstag, im Nationalrat. "Gesetzliche
Grundlagen und Strafbestimmungen sind wichtige Basis und Standbein
der Kinderschutzarbeit, greifen aber immer wieder zu kurz.
Nachhaltiger Kinderschutz braucht darüber hinausgehende Maßnahmen",
zitierte Binder-Maier den Bundesverband der österreichischen
Kinderschutzzentren. Die Familiensprecherin schlug eine unabhängige
Opferkommission, bei der Volksanwaltschaft angesiedelt ist, vor. ****

Gewaltschutz darf nicht bei Strafmaßnahmen aufhören, so Binder Maier.
"Gewalt hat viele Gesichter, diesen Gesichtern muss man auf den Grund
gehen." Um die Situation der Opfer zu verbessern, sei es wichtig,
Mittel für die Prozessbegleitung aufzustocken und an einem
einheitlichen Kinder- und Jugendhilfegesetz zu arbeiten und eine
unabhängige Opferkommission einzurichten. "Unser Vorschlag: Diese bei
der Volksanwaltschaft anzusiedeln", sagte Binder-Maier. Auch Mittel
für Forschung und Projekte sollen aufgestockt und die
Subventionsmittel für Kinderschutzzentren gesichert werden. "Wie
entsteht insgesamt Gewalt, welche Abhängigkeiten sind gegeben, werden
Gewalterfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben, welche
Alarmzeichen werden ausgesendet, wie erkennt jeder von uns Gewalt?
Das sind Fragen, die geklärt werden müssen", so Binder-Maier.

Den Kindern, die Gewaltopfer geworden sind, muss geholfen werden. "Es
geht darum, dass die Opfer, die Kinder, wieder Perspektiven erhalten,
für ein weiteres Leben und für ihre weitere Zukunft", betonte
Binder-Maier. Deshalb liege ein Entwurf für weitere Verbesserungen im
Kinderschutz dem Parlament vor. "Gewalt muss ein Ende haben. Lassen
sie uns gemeinsam, ohne Polemik daran arbeiten", so Binder-Maier.
(Schluss) pep/tt

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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