- 04.11.2011, 12:50:31
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FPÖ: Kickl: Wer bezahlte das ORF-Werbevideo für Langthalers Firma?
Zeit-im-Bild-Verschnitt mit Celebrities aus der schwarz-rot-grünen Bussi-Bussi-Gesellschaft
Wien (OTS) - Höchst erstaunt zeigt sich FPÖ-Generalsekretär NAbg.
Herbert Kickl über ein mehr als zwölfminütiges, vom ORF produziertes
Werbevideo für die Lobbying und Beratungs-Firma der ehemaligen
Grün-Abgeordneten Monika Langthaler. Die Internet-Zeitung
Unzensuriert.at hatte über das Video berichtet
(http://tinyurl.com/langthaler-video), das offenbar ein Geschenk
anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Langthaler-Firma Brainbows
im Oktober des Vorjahres war und noch heute auf der offiziellen
Firmen-Webseite www.brainbows.com abrufbar ist. "Zu diesem Video
ergeben sich zahlreiche Fragen, die wir in den nächsten Wochen, in
Absprache mit den von uns entsandten Vertretern, den ORF-Gremien
anlässlich ihrer Sitzungen stellen werden", kündigt Kickl an.
Die wichtigste dieser Fragen sei zweifellos, wer für die Produktion
dieses Videos bezahlt habe. "Da tritt die hochbezahlte Frau Thurnher
als Moderatorin auf, unzählige Interviews mit Politikern und anderen
Langthaler-Freunden wurden geführt und geschnitten, Filmmaterial von
der Fußball-Europameisterschaft in Österreich wird verwendet, und am
Ende simulieren noch die ewigen ORF-Experten Peter Filzmaier und
Sophie Karmasin eine bemüht lustige Diskussion über die globale
Wirkung der Firma Brainbows", schildert Kickl den bizarren Clip, der
zweifellos nicht billig war, und will wissen: "Wer zahlte für die
Kamerateams, für die Cutter, die Schnittplätze, das Studio und die
ORF-Mitarbeiter, die mit der Produktion beschäftigt waren?"
Der FPÖ-Generalsekretär hegt den Verdacht, dass die Kosten für dieses
Machwerk auf die Zwangsgebührenzahler abgewälzt wurden. "Immerhin war
ORF-Generaldirektor Wrabetz beim 10-Jahres-Fest auch persönlich
anwesend. Da ist es naheliegend, dass er das Video als kleines
Geschenk mitgebracht hat, für das praktischerweise die Bürger mit
ihren GIS-Beiträgen aufgekommen sind. All das wollen wir aufgeklärt
wissen", so Kickl, der sich darüber hinaus fragt, wodurch derartige
Videos, die auch die Seriosität der ORF-Nachrichtensendungen
untergraben, im ORF-Gesetz gedeckt sind.
Langthalers Fest sei allerdings auch über das ORF-Video hinaus ein
interessantes Gebiet für eine Milieustudie, wie die zahlreichen
Glamour-Fotos auf ihrer Webseite belegen würden. "Es ist
bemerkenswert zu sehen, mit welch ausgelassener Freude und
offensichtlicher Bewunderung hier hohe Politiker - allen voran die
ÖVP-(Ex-)Minister Pröll, Mitterlehner und Berlakovich - ihrer eigenen
Auftragnehmerin Langthaler begegnet sind. Der Verhaberungsgrad in
dieser schwarz-rot-grünen Bussi-Bussi-Gesellschaft aus Politikern,
Beratern und Medienleuten ist immens", so Kickl. Ihn interessiere vor
allem, ob angesichts dieser Freunderlgesellschaft noch faire
Vergabeverfahren stattfinden würden, oder ob es tatsächlich so sei,
wie der grüne Ämterkumulierer Alexander Van der Bellen im
ORF-Werbevideo über Brainbows sagt: "Die haben ja schon bald ein
Monopol in Österreich für alle Nachhaltigkeitsstudien, Umweltstudien,
was weiß ich..."
Kickl sieht jedenfalls den Untersuchungsausschuss gefordert, die
Rolle der Lobbyistin Langthaler, die von Beobachtern bereits als
"Grüner Hochegger" bezeichnet wird, genauestens zu durchleuchten und
auch zu überprüfen, ob bei ihrer Beauftragung durch Ministerien und
staatsnahe Unternehmen stets das Vergaberecht eingehalten wurde.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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