• 02.11.2011, 13:50:02
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FPÖ-Kunasek: "Lehrstellenlücke" von 2050 Lehrstellen ist Armutszeugnis für die Bundesregierung

In Wien kommen über 4 Lehrstellensuchende auf eine offene Stelle - Kunasek kritisiert falsche Prioritätensetzung bei den Förderungen und fordert die Bundesregierung auf zu handeln

Wien (OTS) - Der freiheitliche Lehrlingssprecher, NAbg. Mario
Kunasek, zeigt sich angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten im
Lehrlingsbereich besorgt. Österreichweit standen im Oktober 2011 6160
Lehrstellensuchenden lediglich 4110 offene Lehrstellen zur Verfügung.
"Eine Lehrstellenlücke von 2050 Lehrstellen ist ein Armutszeugnis für
die Bundesregierung und zeigt deutlich die Probleme am
Lehrstellenmarkt auf", so Kunasek.

Ein Blick in die Bundesländer macht die äußerst schwierige Situation,
mit der Lehrstellensuchende in Österreich jeden Tag konfrontiert
sind, deutlich. In Wien kommen auf eine offene Lehrstelle 4,41
Lehrstellensuchende, in Niederösterreich 2,6 und in der Steiermark 2.
"Diese Zahlen sind mit Sicherheit kein Grund Jubelgesänge anzustimmen
und sich zurückzulehnen. Jetzt muss endlich gehandelt werden", so der
freiheitliche Lehrlingssprecher.

Den Hauptgrund für diese Situation sieht Kunasek in der falschen
Prioritätensetzung bei der Lehrlingsförderung. "Überbetriebliche
Maßnahmen sind als Auffangnetz zweifelsohne wichtig. Sie dürfen aber
keineswegs als Allheilmittel gesehen werden. Für uns Freiheitliche
ist klar: Betriebliche Lehrstellen müssen Priorität haben! Die
österreichische Wirtschaft stellt qualitativ hochwertige Ausbildung
sicher und bereitet so junge Menschen optimal auf den Arbeitsmarkt
vor", meint Kunasek.

Die FPÖ fordert daher zum wiederholten Male: die Wiedereinführung des
Blum-Bonus, die Einsetzung eines überparteilichen
Lehrlingsbeauftragten auf Bundes- und Landesebene, die Übernahme der
Berufsschulkosten durch die öffentliche Hand, die Schaffung von 1.000
zusätzlichen Ausbildungsplätzen im öffentlichen Dienst und eine
deutliche steuerliche Bevorzugung von Betrieben, die Lehrlinge
ausbilden. "Nur so kann die Situation für Lehrstellensuchende
verbessert werden", sagt Kunasek und erinnert die Bundesregierung
daran, dass sie sich auch für unsere Lehrlinge verantwortlich
zeichnet. "Es ist fünf vor zwölf! Nun müssen seitens der
Bundesregierung umgehend Maßnahmen gesetzt werden, denn die Lehrlinge
von heute sind die qualifizierten Facharbeiter von morgen, die unser
Land dringend braucht", so Kunasek abschließend.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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