- 02.11.2011, 10:44:44
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FPÖ: Neubauer: Alpini provozieren Südtiroler durch Kranzniederlegung bei Faschisten-Denkmal in Bruneck!
"Werde Faschisten-Denkmäler und Alpini-Aufmarsch zum Thema bei LH Durnwalder bei Besuch in Bozen machen"
Wien (OTS) - "Solange sich die Alpini nicht von ihrer
faschistischen Vergangenheit und den grausamen Kriegsverbrechen in
Afrika entschuldigen bzw. distanzieren, sollte ein Alpini-Aufmarsch
in Bozen für jeden aufrechten Demokraten einen Schlag ins Gesicht und
eine offene Provokation darstellen und deshalb verboten werden",
stellte heute FPÖ-Südtirolsprecher NAbg. Werner Neubauer fest.
Im kommenden Jahr 2012 wird ein weiteres Alpini-Treffen mit über
300.000 Teilnehmern im Jahre 2012 in Bozen stattfinden. Nun werden
gerade diesen Einheiten zahlreiche Kriegsverbrechen angelastet, die
historisch auch belegt sind. Entschuldigt oder gar distanziert von
diesen Verbrechen haben sich die Alpini bzw. deren Verantwortliche
bis zum heutigen Tage nicht. Ein Vorgeschmack auf Reminiszenzen zur
italienischen Faschistenzeit, unter der gerade die deutschen und
ladinischen Südtiroler besonders hart zu leiden hatten, wurde in
Bruneck im Pustertal geboten. Das 6. Alpinikommando unter der Leitung
von Colonello Luigi Rossi legte heute einen Kranz vor dem
Alpinidenkmal in Bruneck nieder. Diesen Schritt hatte er vorher in
einem Schreiben an verschiedene Institutionen des Landes angekündigt.
"Dass die Alpini beim Völkermord-Denkmal, im Volksmund auch
"Kapuziner Wastl" genannt, der unseligen Vergangenheit von Faschismus
und Völkermord gedenken, ist ein unaussprechlicher, unwürdiger Akt,
der in Südtirol zum wiederholten Male auf völliges Unverständnis
stößt", so Südtirolsprecher Neubauer. Auch wenn von den Alpini und
deren Veteranen immer wieder behauptet werde, dass das
Völkermorddenkmal zu Ehren aller gefallenen Alpini errichtet worden
sei, sei dem zu entgegnen, dass dies eine Schutzbehauptung darstelle.
"Im Jahre 1968 haben die Alpini eine Erinnerungsmedaille anfertigen
lassen, darauf ist unmissverständlich zu lesen: "Monumento Alpino
alla Divisione Pusteria - rifatto 1969 nuovo". Zu Deutsch
"Alpinidenkmal zu Ehren der Division Pusteria - neu wiedererrichtet
1969". Diese Division "Pusteria" wütete einst in Abessinien und
ermordete tausende unschuldige Menschen, wobei sie auch Giftgas zur
Erreichung ihrer Ziele eingesetzt hatte.
Unverständlich ist deshalb, dass hohe Südtiroler Politiker gegen
diese Aufmärsche und Kranzniederlegungen keinen Protest erheben. Auch
in den letzten Jahren waren Vertreter der Alpini bei den
Kranzniederlegung vor faschistischen Relikten immer mit dabei, u.a.
Giorgio Holzmann trägt mit Stolz den Alpinihut, ebenso Donato Seppi
und viele andere, die jährlich am 4. November am Siegesdenkmal bzw.
beim Grab von Ettore Tolomei Kränze niederlegen, so Neubauer.
Neubauer kündigte in diesem Zusammenhang an, den Alpini-Aufmarsch in
Bozen im kommenden Jahr auch zum Gegenstand der Gespräche mit dem
Landeshauptmann Dr. Durnwalder am 11. November 2011 in Bozen machen
zu wollen. "Es muss endlich zu einer Lösung hinsichtlich der
faschistischen Denkmäler in Südtirol kommen", so Neubauer.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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