- 27.10.2011, 10:26:51
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Besuch des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf in Chile
Wissenschaftszusammenarbeit und Maßnahmen gegen Korruption im Mittelpunkt der Gespräche
Wien (OTS) - Ein sehr positives Zwischenresümee zieht der Dritte
Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) über seinen Arbeitsbesuch in
Chile nach Gesprächen mit hochrangigen Politikern in der Hauptstadt
Santiago. Mit dem Kongresspräsidenten Patricio Melero Abaroa von der
stärksten Partei Union der unabhängigen Demokraten sprach Graf über
wirtschaftliche Themen, über die aktuellen Studentenproteste in Chile
sowie über die Beteiligung Chiles an der Anti-Korruptions-Akademie in
Laxenburg. Melero Abaroa sicherte dabei zu, die Ratifizierung des
Vertrags mit der Akademie voranzutreiben. Graf schlug für eine
weitere Zusammenarbeit der Parlamente drei konkrete Maßnahmen vor,
nämlich eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Parlamente zu
unterzeichnen, wie sie zwischen Chile und Spanien bereits besteht,
einen Austausch bei der Evaluierung der Gesetzgebung durchzuführen
sowie eine Zusammenarbeit im Bereich der Alternativenergie. Der
Kongresspräsident möchte diese Vorschläge aufgreifen und kündigte
einen Gegenbesuch in Österreich an. Zum Abschluss des Gesprächs gab
die Zillertaler Bürgermeisterkapelle ein kurzes Konzert im ehemaligen
Senatssitzungszimmer - laut Melero Abaroa die erste kulturelle
Darbietung in diesem Saal, von der er sich begeistert zeigte.
Im Gespräch mit dem Vorsitzendes des Wissenschaftsausschusses im
chilenischen Parlament, Ramon Farias von der sozialistischen Partei,
stand der Ausbau der Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem Gebiet im
Vordergrund, während sich Carlos Eugenio Jorqueira als Präsident der
Handelskammer insbesondere für Grafs Sicht der Eurokrise sowie der
Umwälzungen in Nordafrika interessierte. Auch Justizminister Teodoro
Ribera Neumann versprach dem Dritten Nationalratspräsidenten, sich
persönlich um eine rasche Ratifizierung des Abkommens mit der
Anti-Korruptions-Akademie zu kümmern.
Ausgesprochen aufschlussreich war auch das Treffen mit dem
Generalsekretär der Universidad Catolica, Prof. Mario Correa, der
großes Interesse an einem verstärkten Studentenaustausch mit
Österreich zeigte. Für die aktuellen Studentenproteste zeigte Correa
grundsätzlich Verständnis, sofern sie der legitimen Forderung nach
einer besseren Finanzierung der Universitäten dienten, kritisierte
jedoch die teilweise ideologische Unterwanderung der Protestbewegung.
In Chile zahlen Studenten sehr hohe Gebühren von umgerechnet rund 450
Euro pro Semester, was einem durchschnittlichen Monatsgehalt
entspricht. Nur 38 Prozent der Studenten erhalten ein Stipendium.
Die österreichische Delegation, der neben Graf auch der
FPK-Nationalratsabgeordnete Maximilian Linder angehört, besichtigten
auch die größte österreichische Investition in Chile, den
Unterhaltungs- und Freizeitkomplex Gran Casino Monticello mit einer
Gesamtinvestitionssumme von 275 Millionen Dollar, von der 50 Prozent
von Österreichern kommen. Imposant war auch der Besuch der aktuell
größten Baustelle des Landes. Mit dem Castanera Center entsteht das
höchste Gebäude Lateinamerikas und das zweithöchste auf der südlichen
Erdhalbkugel. In das Einkaufszentrum mit Büros und Hotels werden
insgesamt eine Milliarde Dollar investiert.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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