• 25.10.2011, 16:41:30
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  • OTS0258 OTW0258

GPF: Einstimmiger Beschluss zu möglichen Streikmaßnahmen

Abwehr der vom Vorstand der Österreichischen Post AG geplanten Maßnahmen und zum Abstellen vorherrschender Missstände

Wien (OTS/GPF/ÖGB) - Der Postvorstand hat in den vergangenen
Wochen und Monaten in nahezu allen Bereichen des Unternehmens
unzumutbare Maßnahmen gesetzt, die zu unerträglichen Auswirkungen für
die MitarbeiterInnen geführt haben.

Nicht nur, dass MitarbeiterInnen aus dem Filialnetz auf Grund der
massiven Postämterschließungen gegen ihren Willen
bundesländerübergreifend dienstzugeteilt und sogar versetzt wurden,
werden nunmehr auch langjährige Angestellte und Beamte (über den § 14
nach BDG) ausschließlich aus Kostengründen aus dem Unternehmen
gedrängt.

Ein solches Vorgehen ist inakzeptabel, daher hat es seitens des
Zentralausschusses der Post AG in den vergangenen Monaten zahlreiche
Gesprächsversuche mit den Vorständen gegeben, um diese Missstände
abzustellen. Weiters droht ein Scheitern der laufenden Verhandlungen
in der Division Brief und damit ein Auslagern von Tätigkeiten an die
FEIBRA oder andere Privatfirmen.

In den bisherigen Stellungnahmen des Vorstandes der Österreichischen
Post AG wurden keine der oben angeführten Maßnahmen ausdrücklich
zurückgenommen. Zudem bestehen nach wie vor Zustände, die aus Sicht
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht akzeptiert werden
können.

Weiters ist auf Grund der bisherigen Vorgangsweise im Filialnetz zu
befürchten, dass ähnliche Verhaltensmuster auch bei den
bevorstehenden Umstrukturierungen in der Briefzustellung zu erwarten
sind.

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten (GPF) hat am 25. Oktober 2011 folgenden Antrag
einstimmig beschlossen:

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten am 25. Oktober 2011 beschließt, dass die GPF
beim ÖGB-Vorstand den Antrag auf Durchführung von Streikmaßnahmen zur
Abwehr der vom Vorstand der Österreichischen Post AG geplanten
Maßnahmen und zum Abstellen vorherrschender Missstände stellt.

Das Ziel möglicher Streikmaßnahmen ist:

- Die Verhinderung der drohenden Kündigung von hunderten Angestellten
- Frühpensionierungen von Beamten gegen deren Willen abzustellen
- Auslagerungen von Tätigkeiten in der Brief- und Paketzustellung
sowie der Güterbeförderung an Private zu verhindern
- Auslagerungen von Tätigkeiten an die FEIBRA oder andere
Privatfirmen abzuwehren
- Ausreichend Personal für die steigenden Anforderungen der Zukunft
zu erwirken
- Einkommenskürzungen zu verhindern
- Verbesserungen innerhalb des neuen Kollektivvertrages zu erreichen
- Eine menschenwürdige Behandlung und einen fairen Umgang mit den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchzusetzen

Rückfragehinweis:

Thomas Linzbauer
   Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten
   Johann-Böhm-Platz 1
   1020 Wien
   Tel. 0043-1-534 44-492 60
   Mobil 0043-664-6145400

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