- 19.10.2011, 15:13:00
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FPÖ: Kitzmüller: Karenzzeitenanrechnung bedarf einer gerechten Lösung
Doppelspiel von ÖVP-Frauenvorsitzender: Erst gegen, jetzt für die Anrechnung
Wien (OTS) - Positiv äußert sich FPÖ-Familiensprecherin NAbg.
Anneliese Kitzmüller zum Ergebnis der
Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen, wonach bei
Gehaltsvorrückungen und Vordienstzeiten nun bis zu 16 Monate
Elternkarenzzeit angerechnet werden. "Das ist ein Schritt in die
richtige Richtung. Umso wichtiger wird es sein, diesem Beispiel auch
in jenen Branchen zu folgen, in denen traditionell viele Frauen
beschäftigt sind, etwa im Handel", so Kitzmüller. Generell sei der
Gerechtigkeit jedoch erst dann Genüge getan, wenn die volle
gesetzliche Karenzzeit anerkannt wird. "Solange dies nicht der Fall
ist, sind Eltern gegenüber Kinderlosen diskriminiert. Dieser Umstand
findet auch in der jüngst stark thematisierten Einkommensschere
zwischen den Geschlechtern Niederschlag", erklärt Kitzmüller.
Um Eltern in diesem Bereich nachhaltig zu unterstützen, reiche es
jedoch nicht aus, den Sozialpartnern aufmunternd auf die Schulter zu
klopfen, wie dies die ÖVP-Frauenvorsitzende Schittenhelm mit ihrer
heutigen Aussendung getan habe. "Die Gerechtigkeit allen Eltern
gegenüber erfordert eine grundsätzliche, für alle gerechte Lösung",
so Kitzmüller. Es dürfe nicht dem Gutdünken von Arbeitgeberverbänden
und Gewerkschaften überlassen bleiben, welchen Stellenwert sie der
Elternschaft ihrer Mitarbeiter zubilligen.
Erstaunt zeigt sich Kitzmüller auch darüber, dass erst am 13.
Oktober, also vor nicht einmal einer Woche, im
Gleichbehandlungsausschuss ein in eine ähnliche Richtung zielender
Antrag der Freiheitlichen auch mit der Stimme Schittenhelms abgelehnt
wurde. "Darin war nur die Rede davon, die Frauenministerin
aufzufordern, mit dem Sozialminister Gespräche aufzunehmen mit dem
Ziel, die Elternkarenz bei der Gehaltseinstufung zu berücksichtigen.
Das war der ÖVP ebenso wenig ein Anliegen wie Rot und Grün", so
Kitzmüller. Der nun öffentlich zur Schau gestellte Meinungsumschwung
sei daher ein weiterer vergeblicher Versuch der ÖVP, sich den von ihr
längst verratenen Familien anzudienen.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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